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Apr

Kann man Kabel hören?

Strippenziehen

Es dürfte wohl kaum noch passionierte Audiophile geben, die Kabeln und Stromversorgung keine Aufmerksamkeit widmen, selbst wenn sich in einschlägigen Internetforen die Fraktion der Kabelklangskeptiker immer noch ihre festzementierten Vorurteile behauptet. Doch zugegeben: das Thema ist derart komplex, dass es Spekulation wie Geschäftemacherei Tür und Tor öffnet. Die Preiskalkulation bei High-End-Kabeln ist kaum nachzuvollziehen, und mit entsprechend forcierter Werbung, gekauften Testberichten und entsprechender Imagebildung lässt sich schnelles Geld verdienen.
Bei Kabeln sind Unterschiede zwar im Hörtest nachzuvollziehen, durch die Vielzahl an möglichen Anlagenkonstellationen aber schwer zu objektivieren. Dazu kommt der bei Hörvergleichen nicht zu unterschätzende Faktor der Autosuggestion, den auszuschalten selbst Profis schwer fällt. Man weiß, dass da jetzt ein megateures Kabel aus dem Edelholzkistchen dranhängt – und flugs ist  man schon etwas erwartungsfroh gestimmt. Da helfen im Zweifelsfall nur Blindtests – die aber auch ihre Tücken haben.

Lautsprecherkabel

Ich lege deshalb Wert darauf, hier keine allgemeingültigen Aussagen über das Thema zu treffen, sondern nur über meine persönlichen Erfahrungen zu schreiben. Für das Thema sensibilisiert wurde ich erst Ende der 90er Jahre, als die Kabeldiskussion in den entsprechenden Fachzeitschriften so richtig in Gang kam. Davor hatte ich an meinen Dynaudio Contour 3.3. ein Paar günstige Mogami Ultra Pure, vom Händler als ordentliches Kabel angepriesen,  ohne weitere Hörvergleiche angeschlossen. Als Cinchkabel an meinem kleinen Accuphase E-210 dienten zur Verbindung mit einem Sony CD-Spieler ein Audioquest Kabel.
Aber dann wollte ich es wissen und lieh mir mehrere Testpaare mittelpreisiger LS- und NF-Kabel, darunter ein Straight Wire Rhapsody, eines von HMS. Um keinen autosuggestiven Täuschungen aufzusitzen, holte ich mir meinen Freund Tom Krüger, seines Zeichens Tonmeister zu Hilfe. Das Ergebnis war für uns beide frappierend. Sofort nach Anschließen des ersten LS-Kabels bot sich ein in allen Belangen verbessertes Klangbild: mehr Feinauflösung, mehr Farben, bessere Räumlichkeit. Ich kaufte dann das Straight Wire und war ein paar Jahre froh damit. Die Tests von Cinchkabeln brachten dagegen kaum Unterschiede.
Irgendwann tauschte ich das „Rhapsody“ gegen ein deutlich teureres „Virtuoso“, immer noch mit der gleichen Anlagenkonfiguration – auch dieses Update war sofort deutlich zu hören.

Richtig los ging es dann, als ich die Dynaudio Confidence 5 erworben hatte und diese dann mit besserer Elektronik immer weiter ausreizte. Ich probierte erst ein Straight Wire Crescendo: ein Kabel, das den Klang stärker verändert als alle Kabel, die ich bis heute kennengelernt habe. Der Spitzname zuhause war wegen seiner erheblichen Dicke „Python“. Es war, als hätte man einen Bass-Booster zugeschaltet: der untere Mitten- und Bassbereich wie aufgeblasen, zunächst irgendwie imposant,  aber alles andere als neutral. Ein Kabel, das man eigentlich nur zur Kompensation bassschwacher Anlagen einsetzen kann.
In Folge probierte ich dann ein Kimber KS 3035 – sehr transparent und feinzeichnend – und ein Silent Wire LS 38, das mir sogar noch etwas besser gefiel. Die Unterschiede zwischen diesen schon sehr hochpreisigen Kabeln waren zwar insgesamt kleiner, aber doch klar nachvollziehbar. Kaum zu glauben, dass es noch besser geht, aber das ging es dann doch, und zwar mit den LS-Kabeln von Klang Manufaktur, die der Entwickler Manuel Löffler in Handarbeit produziert und die noch in kaum in Fachmagazinen getestet wurden. Bei den sogenannten „RIO“ LS-Kabeln handelt es sich um Flachbandkabel aus Reinsilber, und sie brachten nochmals eine deutliche Steigerung gegenüber meinen bis dahin probierten Kabeln.

Allerdings mussten auch dieses Kabel irgendwann weichen, und das lag an den Kabeln von Jorma Design. Die schwedische Firma stellt die schlichtweg besten Kabel her, die ich bisher gehört habe. Lesen Sie meinen Artikel dazu.

 

Klang Manufaktur RIO

 

NF-Kabel

Etwas anders sieht es mit NF-Kabeln aus. Während meiner Accuphase-Zeit brachten Hörvergleiche mit solchen, egal, in welcher Konstellation, immer mehr oder weniger das  immer gleiche Resultat: gar keines.  Beim direkten Umschalten am Accuphase-Vorverstärker von einem Eingang auf einen anderen, gab es so gut wie keine nachvollziehbaren Unterschiede zwischen hochpreisigen Kabeln und einem Accuphase-Standardkabel, was mich selber wunderte, widersprach es doch tausenden von Testberichten, in denen das Gegenteil beschrieben wird. Ich hatte wirklich viel ausprobiert, Kimber KS 1130 und KS-1136Silent Wire NF-38, Fadel Art Reference One, mit immer demselben Ergebnis. Es scheint offenbar Anlagen zu geben, die auf NF-Kabel unempfindlich reagieren, warum auch immer.
In meiner aktuellen Anlagenkonstellation mit TIDAL Vorstufe und Endstufen von New Audio Frontiers, sieht die Sache anders aus. Zwar sind die Unterschiede nicht so groß wie bei LS-Kabeln, aber doch eindeutig nachvollziehbar. Und auch hier bin ich nach einigen Hörvergleichen mittlerweile bei Kabeln von Jorma gelandet.

Wichtig: Da ich seit Ende 2013, mein eigenes Wohnraumstudio concert audio betreibe und damit eine Vermischung von privaten mit geschäftlichen Interessen nicht auszuschließen ist, habe ich mich daher entschlossen, diesen privaten Audiophilie-Blog ab 2014 auf allgemeine Themen zu beschränken, d.h. es gibt von mir keine weiteren Beiträge über Produkte mehr  – diese stehen ab jetzt auf meinem Blog auf concert audio.
Kommentare von Lesern können natürlich weiterhin gepostet werden.

 

 

26 Kommentare vorhanden

  • Süleyman
    3. Oktober 2011 10:57

    Hallo Frank,

    meine C5 betreibe ich mit Lautsprecherkabel von Hensler-Elektronik das JH88.

    Ist ein kleiner Tip von mir. Die Kabel sind zwar nicht in Fachzeitschriften getestet worden, aber Herr Hensler macht seine Sache gut und die Leute sind begeistert.

    Beste Grüße
    Süleyman

  • Rainer Schöpke
    20. April 2012 16:59

    Hallo Frank,
    nun habe ich meine C schon einige Wochen, auch ein bisschen experimentiert und muss Dir recht geben. Angeblich soll man bei der C 5 selbst die kleinsten Veränderungen hören. Leider gehöre ich nicht dazu :-(.
    Einen Doppelnetzfilter für CD und Vorverstärker, Padi-Feinsicherungen, XLR-Kabel von Heavens Gate Audio (angeblich € 2.400,-), andere Stromkabel, LS-Kabel, Lovan Geräte-Platte, andere Spikesteller brachten alles keine wirklich hörbaren Erfolge. (Leider klappte es nicht mit dem Testen der Klang Manufaktur Rio-Kabel, Heiko hat nicht mehr geantwortet). Gute CD´s (SACD´s) wie z.B. von Stockfisch klingen berauschend, andere grottenschlecht. Nun werde ich mal Versuche mit einem neuen CD-Player (Linn Akurate oder T+A SACD 1250 R) machen.
    Gruß Rainer

  • Frank Armbruster
    21. April 2012 09:27

    Hallo Rainer

    was für Endstufen hast du denn dran?
    Gruß Frank

  • Rainer Schöpke
    21. April 2012 11:26

    Hallo Frank,
    steht alles schon bei Dir unter Deinem Lautsprecher-Forum :-). Vincent SP-991+ mit Vorsufe SA-93. Ich habe doch die modifizierten C 5.
    Sagt Dir der schweizer LS-Hersteller Acustik-Lab etwas, Referenz-LS war der Stella Elegans? Ach ja, was sagst Du zu dem SACD-Player T+A D 10, habe da ein Angebot vorliegen?
    Gruß Rainer

  • Frank Armbruster
    22. April 2012 10:41

    Hi Rainer
    T&A kenn ich gar nicht, leider….aber dass Du keine Unterschiede bei deinen Experimenten hörst, ist sehr merkwürdig. Vielleicht stimmt was in deiner Kette nicht, oder die Modifikationen sind doch nicht das Gelbe vom Ei.
    Hast Du denn deine C5 mal mit einer originalen vergleichen können?
    Andererseits: der Stress gehört zur C5 dazu…..bei mir klang es am Anfang auch nicht 😉
    Grüße
    Frank

  • Rainer Schöpke
    22. April 2012 20:50

    Hallo Frank,
    bin in Verbindung mit Olaf aus Rosengarten, liegt bei mir in der Nähe. Vielleicht sind durch die Modifikationen die Empfindlichkeit etwas kompensiert worden. Habe gestern die Stockfisch Audio-Test-CD erhalten. Der absolute Wahnsinn, die Boxen klingen zum Dahinschmelzen. Ich hatte zuvor mal die bereits erwähnte Akustic-Lab Stella Elegans mit Manger Schallwandler (Neupreis Anfang 2000 ca. € 26.000) an einer sündhaft teuren Levinson Anlage gehört. Hatte meinen CD-Player und einige ausgesuchte CD´s mit. Der Raum war kleiner als meiner, und die Boxen standen ziemlich nah an der Wand. Der Klang war auch nicht besser, die bei mir grottenhaft laufenden CD´s klangen da genauso schlecht. Vielleicht erwarte ich einfach zuuuuuuuuuuuuuuuuu viel :-).
    Gruß Rainer

  • Joachim
    3. Mai 2012 14:29

    Hallo Frank,
    ja, die Kabel sind ein sehr kontroversielles Thema. Von der „Industrie“, den Zeitschriften und natürlich den Händlern gepusht, logischerweise, bei den Preisen sind das ja ordentliche Zusatzumsätze. Was das ganze dann wirklich bringt, muss man dann selbst erfahren, eine unvorhergenommene Meinung bekommt man ja nur schwer. Klar, für den Händler ist viel Geld drinnen und der Verbraucher, der gerade 2000€ für ein banale Kabelverbindung ausgegeben hat, muss das ja auch sich selbst gegenüber rechtfertigen.
    Zuerst zu den Cinch-Kabeln. Vor Jahren hatte ich noch ein billiges Beipackkabel, ich lieh mir dann eines von Linn, konnte aber, sehr zum Unverständnis des Händlers, keinen Unterschied hören. Momentan hab ich ein gebrauchtes Synergistic Research, kein Unterschied zum Kimber KS-1021 Select ist zu hören. Mag sein, wenn man stundenlange Klangseziererei betreibt, dass man den einen oder anderen Klangparameter als verschieden heraushören kann, ich habs nicht gemacht und mein persönliches Fazit betreffend Signalkabeln ist, dass sie keine (oder vielleicht nur winzige) Klangveränderungen bringen.
    Etwas anders sieht es bei Lautsprecherkabeln aus. Mein erstes Kabel, das dünne, braun-schwarze Kimber wechselte ich gegen ein kürzeres, dickeres, grau-schwarzes des gleichen Herstellers. Wow, es war zwar nur ein kleiner Schritt, aber alles klang luftiger, detaillierter. Später hab ich mal ein XLO gegen ein Synergistic getauscht, der Bass wurde präziser und kräftiger, mehr Details waren zu hören. Es war ebenfalls nur ein kleiner Schritt, aber das Investment in ein gebrauchtes Kabel sah ich gerechtfertigt. Ein blaues Wunder erlebte ich mal mit einem Kimber Monocle, hier kam es mit meinen Lautsprechern zu Schwingungen, die Höhen klirrten unheimlich, ein Kabeltausch konnte das beheben. Fazit für mich: Lautsprecherkabel haben einen gewissen Klangeinfluss, wichtig ist auch der richtige Fit. Ob der Anschaffungspreis (neuer) High-End-Feuerwehrschläuche gerechtfertigt ist, muss dann jeder selbst entscheiden.
    Du siehst, oder hörst, deine Erfahrungen decken sich dann auch im Wesentlichen mit deinen.
    Gruss aus Wien,
    Joachim

  • Hans
    20. Januar 2013 12:43

    Frank, danke für die Antwort. Ein Audio Bekannter ist komplett mit Jorma Design der Prime Serie verkabelt. Bei Ihm, nach ausgiebigen Test mit vielen anderen Marken, waren die Jorma auch am Besten. Ich habe sie gehört und auch als überragend empfunden- leider auch preislich!

    Hans

  • Frank Armbruster
    20. Januar 2013 12:46

    Jorma Prime, wow, die habe ich noch nicht gehört. Ist vielleicht auch besser so ;-)…aber schon das Unity empfinde ich als überwältigend.

  • Michael
    18. Januar 2014 01:09

    Hallo, habe mal eine Frage zum Thema Kabel.
    Ich lese hier von sündhaft teuren LS Kabel an astronomisch hochpreisiger Elektronik.
    Mit etwas Neid gönne ich jedem „seine“ Anlage, denn Musik ist das schönste Hobby, in das man investieren kann und gerade die hier aufgeführten Komponenten sind bei guter Pflege wertbeständig und mit jahrzehntelanger Nutzbarkeit ein Beitrag zur Nachhaltigkeit, denn diese Anlagen landen niemals im Müll.
    Ich bin stolz, mir den Yamaha AS-2000 geleistet zu haben. Meine Frage ist nun, ob ein Kabelupgrade auch in diesem (Preis)-Segment auch Aussicht hat, die LS (Heco Celan) zu neuen Höhenflügen zu bringen ? Aktuell verwende ich je ca. 3 m Standard Kabel, welches etwa 3 Euro/m kostete und aus OFC mit 2,5mm besteht. Was könnte mir eine deutlich hörbare Verbesserung bescheren, wie teuer wäre das ?
    Ich bewundere das Niveau der hier diskutierten „Perlen“ der ingenieurs-Kunst, in dieser Liga, kann aber leider (noch?) nicht mithalten, bin aber mit meiner Situation nicht unzufrieden. Freue mich auf Feedback und bin gespannt, ob ich mit eurer Hilfe etwas verbessern kann ohne dafür ein kleines Vermögen auszugeben. Danke, Michael

  • Frank Armbruster
    18. Januar 2014 11:00

    Hallo Michael
    die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Grundsätzlich ist es so, dass Kabelunterschiede umso stärker ins Gewicht fallen, je höher das Auflösungsvermögen der Anlage ist.
    Andererseits wirken sich Limitierungen der Leiter immer aus, wobei die Frage ist, inwieweit das hörbar relevant ist.
    Ich würde Dir raten, mal mit günstigen LS-Kabeln wie den Kimber 4PR anzufangen, die gibt es unkonfektioniert für um die 50.- Euro und sind für das Geld unschlagbar. Sollte schon was bringen. Dann würde ich die Stromversorgung ins Visier nehmen: dein Musiksignal wird aus dem Hausstrom generiert, und oft haben Verbesserungen an dieser Stelle mehr Effekt als alles andere…Falls Du das Budget hast, würde ich Dir eine Gigawatt PF-1 in Verbindung mit einem Netzkabel LC-2 empfehlen, das kostet stolze 780.-, könnte deine Anlage aber einen großen Sprung nach vorne bringen. Ansonsten für den Anfang ein LC-1 an eine ordentliche Leiste. Bevor du irgendwas kaufst, aber auf jeden Fall vorher ausprobieren.
    Wichtig sind auch Aufstellung (unbedingt in ein Rack bzw, auf Entkopplungsplatten, bloß nicht ins Bücherregal…), aber das weißt Du sicher.
    Viel Erfolg!

    Frank

  • Thadeus
    27. Februar 2014 14:36

    Spannende Frage, in anderen Foren wird man für derlei Fragen gesteinigt 🙂
    „Kann man Kabel hören?“ noch besser „Klingen Kabel?“.
    Natürlich kann man Kabel nicht hören, Kabel klingen auch nicht.
    ich habe noch nie ein Kabel gehört, was ich mir ans Ohr hielt.

    Anders wird es, wenn man ein Kabel von Anfang zum Ende verbindet.
    Dann klingen Kabel selbstverständlichst, hören kann man sie dann auch noch …. .
    Seit fünfundzwanzig Jahren höre ich jetzt immer wieder Unterschiede.
    Mit anderen Worten hat man 25 Jahre zeit gehabt, daraus zu lernen.

    Früher war es bei mir so, dass wenn ich mit meiner HiFi Anlage unzufrieden war, es ein leichtes war den Kabeln die „Schuld“ zu verpassen. Kabel lassen sich zumindest relativ bequem mal schnell austauschen.
    Es ist irgendwie wie im richtigen Leben, der „Schuldige“ ist immer schnell gefunden, nicht wahr?
    Der Täter ist nicht der Gärtner, sondern das Kabel.
    Leider falsch. Inzwischen versuche ich Fehler aus der Vergangenheit zu vermeiden.
    Wie im richtigen Leben, nicht immer einfach.
    Erst einmal sollte man sich im klaren sein, was man eigentlich hören will.
    Will man die ultimative Auflösung (wie sie die Testzeitschriften jahrzehntelang immer und immer wieder hörten)? Ging bei mir jahrelang in die Hose.
    Die Gerätschaften und die Lautsprecher müssen harmonieren, vor allen Dingen da wo man sie hört, nämlich zu Hause. Oder warum klingt so mancher Lautsprecher in einem HiFi Studio nun ganz anders, als er getestet wurde? Schon hat man den „Schuldigen“ wieder ganz schnell parat. Schon wieder falsch.

    Zu hause ist es wichtig die Lautsprecher so zu positionieren, dass sie optimal klingen. Selbst wenn man denkt sie stehen schon halbwegs in guter Position, kann so manch verschobener Zentimeter eine Menge klanglich erwirken.
    Die Geräte sollte man in einem guten (muss gar nicht so teuer sein) Rack standfest unterbringen.
    Ach und dann ist da noch der Raum, wo die Anlage drin steht. Die meisten werden wohl das Wohnzimmer dafür (nur) nutzen können. Der Raum das unbekannte Wesen, wer denkt daran schon?
    Wo ist der Reiz seinen Raum zu optimieren, schließlich hat man doch für sein teures Geld sich „die beste“ Anlage gekauft. Jetzt soll man auch noch auf offene Glasscheiben, den Fußboden, auf Möbel und Teppiche Rücksicht nehmen,vielleicht sich auch noch Absorber an die Wände hängen, dies alles nur für seine Anlage?
    Ja, es ist leider so, all diese Erfahrung habe ich machen müssen.

    Erst dann kann man anfangen sich an seiner Anlage die passenden Kabel auszusuchen.
    Alle beschriebenen Maßnahmen haben vorher und nachher mit den Gleichen Kabeln einen frappierend anderen Unterschied ergeben. Auch hier gilt: immer Augenmaß zu halten, man braucht dazu kein „Havens Gate“ um all dies nachzuvollziehen.
    Bewusst möchte ich hier weder Ross noch Reiter beim Namen nennen, denn diese Tipps sind und sollen allgemein wert haben.

    Nur eins vielleicht noch zum Schluss: Die Stromfrage: kann man den jetzt auch noch hören?
    Ja kann man auch noch, wenn die Anlage es her gibt.
    Mit Stromkabeln kann man experimentieren, allerdings auf einem noch subtilerem Niveau.
    Seit fünfundzwanzig Jahre besitze ich die bekannte SUN-AUDIO Steckerleiste. Im Gegensatz zu so manch anderer Leiste durchaus eine hörbare Steigerung. Ihr Geld hat sie längst ab gewohnt.
    Jüngst hatte ich das Vergnügen mir eine PS-Audio Detect aus zu borgen.
    Keine Ahnung, wie das nun funktioniert, aber ich war von Anfang an dabei, dass diese Leiste die Anlage auf einen anderem Level hebt. Bei mir hat sie den Bass,-Mitteltonbereich regelrecht aufgeräumt und gesäubert, ohne die Höhen zu killen. Die Loslösung der Musik von den Speakern hat sich durch die beschriebene Sauberkeit nochmals drastisch gesteigert. Obwohl so manch anderer evtl auch die vorherige Unsauberkeit und das etwas hellere Klangbild dem Vorzug geben würde … .
    Für mich ist diese Steckerleiste durchaus mit einem Gerät zu vergleichen.

  • Strom Bernd
    17. Mai 2014 23:25

    Hallo….
    Ich beschäftige mich schon einige Zeit mit Klangerverbesserungsmaßnahmen….
    Das hat schon so einige Blüten gebracht.
    Grundvoraussetzung sind gute LS und Verstärker….
    Und die Quelle nicht vergessen…
    Für richtig guten Klang ist alles wichtig.
    Guter Spannugsstabilisierter Strom mit möglichst wenig HF impulsen ist Voraussetzung!!!
    Nur ne gute Steckerleiste reicht nicht….Stromengstellen und Iduktionsquellen sollten minimiert werden so gut es geht.

    Wie das geht berschreibe ist folgend:

    Wenn man das alles hat dann lohnt auch ein sehr teures LS Kabel…..Ich bin nun bei einen Wireworld Gold Eclipse 3 Kabel angelangt….Dieses Kabel hat mal 12.000 € gekostet…..Sicherlich überteuert aber klingt Sau gut.

    Cinch Kabel halte ich das Wire World Gold Eclipse 5 für hörbar sehr gut….
    Das Wire World Platinum Cinch 3250€ NP der Meter ist noch besser aber zur Zeit nicht Finanzierbar….

    Verstärker hab ich nen Emitter 1 hd mit Akku von 1998
    DA-Wandler Goldmund Mimesis 12+ modifiziert von mir mit glatten Mundorf high end Kondensatoren.
    Quelle ist bei mir Digital….Pattensound hab ich aber auch gut im Ohr da ein Freund ein sehr guten Spieler hat und vor allem alte Original Platten aus den ende Sechziger Jahre bis heute….
    Zur Zeit lohnt meiner Meinung die Platte ( für Neueinsteiger ) nicht da Neue LPs einfach nur minderwertig sind.
    Digital kann man mit ein paar Tricks auch zum klingen bringen…
    Dig. Quellgeräte sind extrem empindlich auf Stomschwankungen und HF Impulsen die ja schon der Verstärker verursacht….Sie verursachen Jitterschwankungen diese Schwankungen sind re und li nicht die selben desshalb kilingt Digital so räumlich eingegrenzt im Vergleich zu einem guten Plattenspieler ( ca. 10.000 € Klasse )
    Mein Emitter ist da besonders Kritisch hat das Gerät ca. 800.000 uF Kondensatorcap. die sich ja schnell ihren Strom holen.
    Also erst mal Strom vom Stromkasten zur Anlage serperat legen…Sicherungs und Fi Automat sollen nicht benutzt werden ( Induktion ) lieber AHP Klangmodul mit 14×51 Sicherung…Dann kommt vor der Anlage ein potenter Spannungsstabilisator mit Netzfilter aus der Labortechnik ( von mir modifiziert ).
    Das Digital Signal wird vor dem Wandler noch mal extrem Jitterreduziert indem man es mit einem Mutek MC3+ ( aus der Studiotechnik ) Reclockt…
    Als Stromkabel nehme ich gerne die Eupen 3×2.5 versilbert mit Schirmung und Ferritummantelung 10m 150 € bei Ebay….
    Hat man das alles gemacht kann man sich über Kabelklang unterhalten…..man kann sogar unterschiedliche Sicherungen raus hören….

  • Alex
    12. Oktober 2014 19:17

    Also bei NF-Kabeln kann ich nur beipflichten, es gibt einfach keine Klangunterscheide. Der Unterschied ist reine Kopfsache. Ich habe selbst schon unzählige cinch kabel test durchgeführt und habe nie einen Unterscheid gehört. Seit dieser Erkenntnis kaufe ich Kabel nach Optik und Haptik und auch ein enig natürlich nach den inneren Werten, aber mehr als 20-30€ für ein kurzes Stück Kupfer gebe ich nciht mehr aus.

    Und wie Thadeus schon sagte, ist der Raum an sich und die Aufstellung der Lautsprecher der größte Klangveränderer, an dem sollte man optimieren.

    Ach und zu Stromversorgungsquellen muss ich auch noch was loswerden, wo ich den Kommentar über mir gelesen habe. Alles Humbug. Als ob die letzten 2m Highend-Stromkabel zum Hifi-Bauteil alles „gerade“ biegen könnten, was die vielleicht vermurkste Hausinstallation kaputt gemacht hat. Ich glaube es ja nicht. Auch da habe ich noch nie ein Unterscheid gehört ..

  • Frank Armbruster
    13. Oktober 2014 09:10

    Ob man Klangunterschiede bei Cinchkabeln hört, hängt davon ab, ob die Anlage sie darstellen kann. Wenn Dein Setup nicht gut ist, kannst Du probieren was Du willst, Du wirst keine Unterschiede hören.
    Das Thema Strom ist leider kein Humbug, und die Netzkabel sind ein entscheidender Faktor dabei.
    Gruß
    Frank

  • Martin
    3. Januar 2015 15:58

    Hallo Frank,
    habe mit Interesse Deinen Bericht und sämtliche Kommentare gelesen. Mich würde noch folgendes interessieren. Kannst Du ungefähr klassifizieren in welcher Preisklasse und in welcher Kombination der Komponenten sich der Gedanke an die Anschaffung von teuren High End Kabeln (Lautsprecher, Chinch, Stromkabel) wirklich lohnt?

    Mit Komponenten meine ich hier vor allem den Verstärker. Generell nur sinnvoll mit Vorverstärker und Endverstärker oder auch bei Vollverstärker und AV-Receiver?

    Bezüglich Stromversorgung. Macht die Anschaffung einer Gigawatt PF-1 generell Sinn oder ist dies auch abhängig davon wie und aus welchen Kabeln der Strom aus der Wand/Steckdose kommt (z.B.) Altbau?

    Das Netzkabel LC-2 bräuchte ich dann zusätzlich für alle angeschlossenen Komponenten?

    Beste Grüße
    Martin

  • Frank Armbruster
    4. Januar 2015 13:05

    Hallo Martin,

    grundsätzlich macht eine Investition in die Stromversorgung bzw. in Kabel immer Sinn, allerdings sollte die Relation zur Anlage stimmen. Eine 2000-Euro Anlage kann das Potential eines
    ebensoteuren LS-Kabels kaum ausspielen – aber je höher die Auflösungsfähigkeiten der Komponenten sind, desto wichtiger wird die Peripherie. Eine 50.000 Euro Kette mit Standardkabeln kann schlechter klingen als eine für 5000, die perfekt versorgt ist – so meine Erfahrung.
    Ob Vollverstärker oder Kombi ist eine zweitrangige Frage. Eine PF-1 macht eigentlich immer Sinn, auch die Netzkabel sind wichtig – ob es LC-2 sein müssen, sollte man ausprobieren. Manchmal reicht auch
    ein LC-1.

    Wenn Du interessiert bist. kann ich Dir ein Set mit PF-1 und Netzkabeln zum Testen zuschicken. Ich sollte nur Dein Budget wissen und deine Anlagenkonstellation.

    Viele Grüße

    Frank

  • Joachim
    12. Januar 2015 21:42

    Hallo zusammen,
    ich möchte auch einmal kurz zum Thema Kabel allgemein etwas beitragen.

    Ich besitze 2 Anlagen, eine sehr hochwertige zu Hause sowie eine bezahlbare im Büro. Natürlich habe ich meine, ebenfalls hochwertige, Verkabelung (Stromversorgung, NF- Kabel) von zu Hause mal im Büro getestet. Und dort konnte ich meine Ohren noch so spitzen, man hörte so gut wie keine Unterschiede. In der heimischen Anlage jedoch möchte ich auf diese auf keinen Fall mehr verzichten. Eine präzisere Raumabbildung z.B. oder die Mühelosigkeit in der Wiedergabe steigern einfach den Musikgenuss.
    Mir ist es auch einmal passiert, dass ich nach dem Testen von anderen Kabeln am anderen Morgen mit der Musik unzufrieden war, bis mir einfiel, dass ich noch mit den „schlechteren“ Kabeln vom Abend zuvor in meiner Anlage hörte.
    Ich kann also beide Seiten gut verstehen. Denn wie bereits gesagt wurde, hängt es von der Güte der Anlage ab, ob Kabelunterschiede deutlich zu hören sind oder nicht.

    Gruß Joachim

  • Jörg
    10. Januar 2016 15:29

    Wirklich sehr interessant zum Thema „Unterschiede bei Kabeln hören“ finde ich die Ausführungen hier: http://www.elektronikinfo.de/audio/audiokabel.htm

  • Frank Armbruster
    10. Januar 2016 20:06

    Ich kenne den Text, er liefert die Munition für alle Kabelklangnegierer. Ich kann dazu nur sagen: wer Ohren hat, der höre.

  • Frank Armbruster
    10. Januar 2016 20:12

    Zitat aus dem o.g. Artikel:
    „Transistorierte Vor-, End- und Vollverstärker sind derart technisch ausgereift, daß Klangunterschiede bestenfalls dann auftreten, wenn man den Endverstärker immer hart an seiner Belastungsgrenze betreibt.“
    Wer so einen Unsinn schreibt, hat entweder Tomaten auf den Ohren oder noch nie einen guten Verstärker gehört.
    Die Ausführungen zum Thema Kabel sind auf ähnlichem Niveau.

  • Mathias
    2. April 2016 16:07

    Alle bisher bekannten Blind-Tests beweisen das Gegenteil – aber jeder so wie er meint. Als Hersteller solcher Kabel würde ich aus dem Lachen nicht mehr herauskommen 🙂

  • Frank Armbruster
    3. April 2016 12:27

    Solche Aussagen werden auch durch Wiederholung nicht richtiger 😉

  • Wolfgang Gießler
    12. September 2016 13:51

    Das ist charmant: jemand, der keine Kabelunterschiede hört, hat entweder zu schlechte Ohren oder eine zu miese Anlage. Oder beides. Das läßt den Umkehrschluß zu: wer Kabelunterschiede hört, hat nicht nur sehr gute Ohren, sondern auch eine tolle Anlage…
    Wer möchte nicht bescheinigt haben, eine tolle Anlage zu haben?

    Und natürlich haben alle, die Kabelunterschiede hören, den perfekten Hörraum…
    Wenn man mal Fotos dieser Hörräume zu sehen bekommt, kann man nur den Kopf schütteln.
    Da ist dann schnell als Ausrede der WAF zur Hand – aber Kabelunterschiede hören, schon klar.

  • Frank Armbruster
    12. September 2016 17:37

    Ich glaube nicht, dass Charme für dieses Thema eine relevante Kategorie ist. Abgesehen davon: feines Hören ist tatsächlich etwas, was sich lernen lässt, ähnlich wie feines Schmecken – ein Weinanfänger dürfte mit einem Chateau Petrus wenig anfangen können. Und leider braucht es dafür gute Anlagen, ja. Nicht alle die Kabelunterschiede hören, haben perfekte Hörräume, wieso auch? Sie bringen da einiges ein wenig durcheinander, scheint mir….;-)

  • René Eigenmann
    25. November 2016 13:25

    Als ich das gefunden habe traute ich meinen Augen nicht. Kein Einwand. Aber dann zum Schluss hat doch noch ein Kabelklang Gegner diese Einträge entdeckt. Mein Kumpel und ich haben schon einiges an Kabeln getestet. Aktuell ist bei mir ein Inakustik 1202 verbaut. Gerne leihe ich mir Kabel die zum Verkauf stehen aus um sie gegen mein aktuelles zu testen. Wir 2 hören Unterschiede bei den Kabeln. Aktuell hatte ich noch kein besseres zu Hause. Mein Kumpel hat sich das ausgeliehene Kimber TC12 gekrallt. Dieses kam aber nicht an mein Inakustik 1202 heran. Aber wiegesagt man muss halt testen und hören.

    Dazu gehört auch ein Schuhman Generator. Hab nur gelacht als mein Kumpel mir davon erzählte. Er gab ihn mir zum testen und seit dem habe ich auch einen! Das Teil ist besser als jedes Kabel Upgrade.

    Wünsche allen weiterhin viel Spass mit ihrem Hobby

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