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Jan

Jorma Design

Jorma Design No. 3

Jorma Design No. 3

Da der Kabelmarkt inzwischen völlig unübersichtlich geworden ist, braucht man ab und zu einen Tipp, um auf etwas wirklich Interessantes zu stoßen. Dem Blog-Leser und Accuphase-Liebhaber André Rulle sei in diesem Zusammenhang gedankt, dass er mich auf die Kabel der schwedischen Firma Jorma Design aufmerksam gemacht hat.
Ich gebe zu, dass ich von deren Produkten bis vor kurzem noch nichts gehört hatte, was André berichtete klang aber so vielversprechend, dass ich mich mal auf die Suche gemacht habe. Zunächst ergatterte ich ein XLR-Kabel der günstigsten Jorma Serie No.3, das im Vergleich zu meinen Nordost Valhalla XLR schon mal nicht schlechter klang. Bei einem Preis von 750.- für das Jorma und etwa 1600.- für das Valhalla war die Sache dann klar: das Valhalla durfte gehen. Und der Verkauf – schöner Nebeneffekt – spülte soviel Geld in die Kabelkasse, dass ich ein Paar Lautsprecherkabel der gleichen Serie No. 3 erwerben konnte.

Damit begann es spannend zu werden.

Denn diese dünnen, unspektakulären Litzen schafften es, meine bis dahin sehr geschätzten Reinsilberkabel von Klang Manufaktur mit einer Leichtigkeit an die Wand zu spielen, dass mir fast die Spucke wegblieb. Meine Anlage spielte, als hätte man gleich mehrere Filter aufgemacht. Der Klang war viel direkter, unmittelbarer, auch dichter, mit stärkeren Farben, Impulse kamen wie gestochen. Unglaublich. Das Einzige, was mich etwas irritierte, war eine leichte Überbetonung und Rauigkeit in einem bestimmten mittleren Frequenzbereich, was vor allem bei Frauenstimmen auffiel. Ich führte es zunächst auf die Raumakustik, bzw. die Aufstellung zurück. Dennoch: diese Kabel (UVP für 2,5 Meter 1815.-), sind schon der Hammer. Immerhin hatte das Klang Manufaktur Kabel im Vergleich ein Silent Wire LS 38, und dieses zuvor ein Kimber KS 3035 ausgestochen.

Aber es kam noch besser.

Denn da die No. 3 Serie die günstigste von Jorma Design ist, interessiert mich natürlich, wie dann erst die teureren Kabel spielen würden. Das Unity sieht schon deutlich wertiger aus: ein etwas dickeres, steiferes, mit WBT-Steckern konfektioniertes Lautsprecherkabel, das mit einem Holzring aus Ahorn samt Seriennummer es schon optisch auf seinen deutlich höreren Preis hinweist (UVP 4.500.- für 2,5 m single wire). Die Optik wäre mir egal – doch Fakt ist, das UNITY klingt umwerfend.

Nicht nur, dass die erwähnte Überbetonung völlig verschwunden war. Das Unity besitzt die Direktheit und die Farbigkeit des No. 3, fügt diese aber in ein tonales Gesamtbild, das ich so von (m)einer Hifi-Anlage noch nicht gehört habe. Das Klangbild ist wahrsten Sinne holografisch, dreidimensional: bei einer guten Orchesteraufnahme erscheint der nach hinten in die Tiefe gerückte Raum bis in den letzten Winkel ausgeleuchtet, jedes Instrument ist an seinem Platz zu orten. Auch die schon ausgezeichnete Auflösung des No. 3 ist nochmal deutlich gesteigert – ähnlich, wie wenn man bei einer Digitalkamera die Anzahl der Pixel erhöht, erscheinen Stimmen und Instrumente in ihrer Feinstruktur präziser dargestellt. Ja, im Vergleich zum Unity klingt das No. 3 fast etwas grob. Wobei das eine Kritik auf hohem Niveau ist.

Jorma Design Unity

Jorma Design Unity

Um das, wovon ich hier schreibe, noch etwas anschaulicher werden zu lassen: es geht hier mitnichten um Nuancen. Den Unterschied zwischen den Kabeln von Klang Manufaktur und dem Jorma No. 3 kann man durchaus vergleichen wie den zwischen den CD-Spielern Accuphase DP-400 und DP-700 – und da liegen immerhin knapp 15.000.- Preisunterschied dazwischen. Die Kluft zwischen No. 3 und  Unity ist noch einmal ähnlich.

Was ich über die LS-Kabel geschrieben habe, gilt auch für die Signalkabel. Während meiner Accuphase-Zeit konnte ich hier praktisch keine Unterschiede wahrnehmen, doch in meiner aktuellen Anlagenkonstellation sind auch die Klangeigenschaften von NF-Kabeln signifikant. Und auch hier toppt das UNITY das schon wirklich gute No. 3 in allen Belangen: mehr Auflösung, die Instrumente und Stimmen sauberer getrennt, große Bühne. Wirklich erstaunlich.

Man kann es nicht oft genug wiederholen: wer seine Anlage verbessern will, sollte sich nicht nur um die Elektronik und Lautsprecher kümmern, sondern auch die Kabelage optimieren. Die Kabel von Jorma Design sind dabei das beste, was mir bisher untergekommen ist: Keine Ahnung, wie die Schweden das machen.

Wichtig: Da ich seit Ende 2013, mein eigenes Wohnraumstudio concert audio betreibe und damit eine Vermischung von privaten mit geschäftlichen Interessen nicht auszuschließen ist, habe ich mich daher entschlossen, diesen privaten Audiophilie-Blog ab 2014 auf allgemeine Themen zu beschränken, d.h. es gibt von mir keine weiteren Beiträge über Produkte mehr  – diese stehen ab jetzt auf meinem Blog auf concert audio.
Kommentare von Lesern können natürlich weiterhin gepostet werden.

15 Kommentare vorhanden

  • Hans
    21. Januar 2013 18:55

    Einer meiner Hi-Fi Freunde ist komplett mit der Jorma Top Serie „Prime“ verkabelt- deutlich teurer und besser noch als die Unity Serie! Im Austausch der Kabel meiner Kette- B+W 802 D, Accuphase DP 600, Accuphase E 460 + Accuphase 510, Klangmanufaktur + Furutech Alpha3 (überings eine recht preiswerte + tolle Empfehlung von Andre) -bewirkten sie auch wahre Wunder. Ich habe Blut geleckt! Da sie preislich für mich uninteressant sind werde ich mich jetzt nach Alternativen umschauen.

  • Harald Gaiser
    5. Februar 2013 09:33

    Dank an André und Frank!

    Ich hatte das Thema eigentlich schon abgehakt, da ich mit meinen Isophon Clearwater-LS-Kabeln zufrieden war. In mehreren Vergleichstests vor einigen Jahren, auch mit teureren Kabeln, waren keine nennenswerten Unterschiede zu meinem Kabel hörbar. Die Beschreibung des Jorma-LS-Kabels hat mich nun doch nochmals neugierig gemacht.

    Ich habe mir also das No. 3 besorgt (nur dieses kam für mich preislich in Frage). Da ich sehr skeptisch war, was die Klangverbesserung durch Kabel anbetrifft, habe ich mir zusichern lassen, die Kabel bei Nichtgefallen zurückgegeben zu können.

    Ergebnis meiner gestrigen Hörsession: die Kabel dürfen bleiben. Ich bin schon schwer beeindruckt, was diese LS-Kabeln tatsächlich noch herauszuholen. Der Klang ist in eigentlich allen Belangen etwas besser, als mit meinen bisherigen Kabeln.
    Mehr Details, räumlicher, bessere Basskontrolle, mehr Klangfarben. Erfreulicherweise wirkt sich das alles auch deutlich beim Leisehören aus. Und schön zu Verlegen sind sie auch – nicht so störrisch wie manch andere High-End-Kabel.

    Ist schon eine Stange Geld für ein Kabel, aber das bringt mal wirklich was, im Gegensatz zu so manch anderen High-End-Späßchen, die ich bislang ausprobiert habe.

  • Jürgen
    11. Mai 2013 13:47

    Schöne Kabelklangbeschreibung!

    Besonders der Vergleich mit den entsprechenden klanglichen Hardwareunterschieden macht durchaus Sinn, um solche Unterschiede greifbar zu machen. Und da der Autor hier über Hörerfahrungen im obersten High End Bereich berichtet, kann man dies nach meiner eigenen Hörerfahrung auch ruhig glauben. Da solche Gerätschaften die hier beschriebenen Kabel-Klangunterschiede wohl auch problemlos akustisch aufzeigen können.

    Leute die behaupten das Kabel nicht klingen, gehören fast immer der Billigheimer-Hifi-Fraktion an, also dem Hifi-Bereich, wo wirklich alles gleich bescheiden klingt. Aber diese Truppe nervt im Netz grundsätzlich am meisten.

    Ich hatte auch schon diverse 400er Vollverstärker von Accuphase, und höre seit langer Zeit mit NF und LS Kabeln von Straight Wire (Virtuoso und Serenade). Und bin sehr zufrieden damit! Eigentlich hatte ich mit dem Thema Kabel abgeschlossen, aber anhören werde ich mir die obigen Strippen bei Gelegenheit auf jeden Fall mal.

    Sehr interessant ist aber sicherlich auch die neue 7er Serie von der Fa. Wireworld, die machen wirklich auch sehr gute Kabel in allen Bereichen, habe selber einige der 6er Serie.

    Dies hier ist übrigens eine sehr schöne Diskussionsplattform für High Ender wie ich finde, also immer schön weiter so! Eventuell mal über ein High End Forum dieser Art nachdenken, ohne Billigheimer Neid- und Wadenbeißer-Beteiligung, das wäre doch mal was!

  • Florian
    22. November 2013 16:38

    Interessanter Beitrag.
    Ich selbst fühle mich im audiophilen Bereich wohl und bin bereit mehr Geld für bessere Wiedergabe zu investieren. Bei Kabelzubehör dieser Preisklasse komme ich jedoch immer wieder an meine Grenzen.
    Physikalisch gesehen ist an einem Kabel nicht viel dran:
    1. Wirkwiderstand. Ok. Wenn wir den Querschnitt vergrößern, verringern wir den Wirkwiderstand auf ein Minimum.
    Außerdem könnten wir Silberleiter verwenden. Reines Silber hat den höchsten Leitwert, oxidiert jedoch auch leichter. Daher eventuell mit Gold beschichten. Trotzdem wäre noch nicht mal ein Preis von 100€/Meter gerechtfertigt.
    2. Reihenschwingkreis von Wirkwiderstand, Kabelkapazität und Induktivität der Box. Angenommen die Box hat 10nH und das Kabel 500pF (jeweils ungewöhnlich hohe werte), liegen wir bei einer Grenzfrequenz jenseits von 70MHz. Also sehr deutlich außerhalb des hör- und wahrnehmbaren Bereiches.
    3. Skineffekt (einige Kabelhersteller versuchen damit Angst zu machen) ist im hörbaren Bereich nahezu nicht messbar. Einschlägige Literatur gibt hier werte von >1Mhz an. Daran kann es also auch nicht liegen.
    4. Isolierung ….. nein, daran kanns auch nicht liegen, selbst wenn man „Schichtisolierung“ verwenden würde. Natürlich sollte man sein Audiokabel von externen Spannungquellen fernhalten.

    Generell können auditive Kabelunterschiede von Personen mit sehr sehr empfindlichen, trainiertem Gehör (eventuell 0,01% der Menschheit) vernommen werden, da Sie den Unterschied der Dämpfung zwischen Anlage und Box „hören“.
    Die richtige Dämpfung hängt von einer Reihe externen und internen, messbaren Faktoren ab und wird zuletzt vom eigenen Sinneseindruck bestimmt. Wenn man jetzt jedoch ein beliebiges, sehr teures Kabel zwischen Anlage und Box hängt, kann das genauso gut nach hinten losgehen. Meiner Meinung wird die Hardware in diesem Fall maßlos überschätzt. Viel wichtiger ist eine richtige Auslegung der Dämpfung. Und hier zeigt sich, dass ein Bauhauskabel, je nach Konfiguration, dasselbe („schlechte“ oder „gute“ sei mal dahingestellt) Potenzial wie eines von Jorma oder anderen teuren Herstellern hat.
    Jedoch muss ich zugeben, dass die Optik von „Marken“-Kabeln deutlich ansprechender ist.
    Außerdem sehe ich die „Problemzone“ eher an den Übergängen von Anlage zum Kabel und vom Kabel zur Box.

    @ Jürgen: Von den Billigheimern, Neid- und Wadenbeißern will ich mich distanzieren, sachlich darf man mich auch gerne vom Gegenteil überzeigen.

    Grüße an alle Audiophilen

  • Frank Armbruster
    23. November 2013 15:19

    Hallo Florian
    Danke für deinen Beitrag. Du stellst darin der einige Thesen auf, auf die ich eingehen möchte, da sie einem typischen Muster entsprechen, auf das man in vielen Foren und Diskussionen trifft.
    Ich vermute, dass Du einiges Fachwissen über Elektrik besitzt, wodurch Du dich von den meisten Audiophilen (auch von mir) unterscheidest. Was Du über die technischen Eigenschaften von Kabeln schreibst, kann ich also weder bestätigen noch wiederlegen.

    Ich finde deine Ausführungen aber insofern fragwürdig, als es meinen empirischen, in vielen Jahren gesammelten Erfahrungen – und nicht nur meinen – widerspricht. Dass 0,01 % der Menschen Kabelunterschiede hören können, ist eine steile These (woher hast Du diese Zahl?), meiner Erfahrung nach kann es fast jeder, sofern die entsprechenden Bedingungen gegeben sind. Das heißt vor allem, dass die Qualität der Kette, vor allem in puncto Auflösung, ein gewisses Level hat. Ist dies nicht der Fall, kann es gut sein, dass eine Verbesserung der Kabel oder der Stromversorgung nicht relevant hörbar wird. Ich habe das bei einem Freund ausprobiert, der eine ordentliche Anlage im 5000 Euro-Bereich hat. Ein Austausch seiner Billig-Lautsprecherkabel gegen ein Jorma Unity brachte hier praktisch keinen Effekt. Das gleiche galt für die Stromversorgung.
    Auf der anderen Seite lassen sich im High End Bereich, wenn die Kette schon weit ausgereizt ist, Unterschiede sehr leicht verifizieren. Ich habe die Tage ein Jorma Origo Cinchkabel (kostet um die 5000€) an meiner Anlage gehört, das (ich hätte das nicht für möglich gehalten) tatsächlich nochmal einen sprichwörtlichen „Schleier“ wegzieht. Das hören vielleicht nicht alle, aber wer sich ein bisschen Hörerfahrung besitzt, dürfte das mit Leichtigkeit hören.

    Worauf das technisch nun beruht, kann ich leider nicht sagen. Ich vermute aber, dass es in puncto Tonübertragung mehr relevante Aspekte gibt, als die Schulphysik, bzw. die Elektrotechnik erfassen kann. Das scheint mir auch der Grund für die ermüdenden Diskussionen nach dem Muster „Kann nicht sein, weil es technisch nicht möglich ist“ versus „Ich hör es aber“, die wir hier grade führen.

    Ich hör es halt. Und ich traue meinen Ohren, da ich sozusagen Hörprofi bin, wie andere Technikprofis sind. In der Regel antworten die Technikprofis dann damit, dass ich (oder die „Audiophilen“) mir das einbilde, weil ich mich von äußeren Bedingungen (wertiges Aussehen etc. ) beeinflussen lasse. Das klingt auch bei Dir am Ende an…

    Was mich aber wirklich interessieren würde ist, ob deine Kabelthesen a priori aufgestellt sind oder ob sie auch deiner Hörerfahrung entsprechen. Hast Du jemals ein HighEnd Kabel ausprobiert? Es gibt im Netz eine Seite eines Elektronikers, der sich offenbar en Detail auskennt und behauptet, aufgrund bestimmter technischer Gegebenheiten könnte ein 300-Euro Transistorverstärker nicht schlechter klingen als einer für 5000 Euro (oder für 50000, ist dann egal..), dasselbe gilt für CD-Spieler. Ich vermute stark, dass dieser Mann das nie selber ausprobiert hat, womöglich aus dem Grund, da er dann etwas konstatieren müsste, was er sich technisch nicht erklären kann.

    Ich mag mich auf diese Diskussionen eigentlich nicht mehr einlassen, da ich sie ermüdend finde und sie am Ende meist auf Beleidigungen und Unterstellungen herauslaufen („Goldohren-Holzohren“).
    Wenn Du möchtest, kannst Du aber dein „Bauhaus-Kabel“ gerne mal mitbringen, und wir vergleichen es hier mal mit einem von Jorma. Dann kannst Du dir selber ein Bild machen.

    Viele Grüße

    Frank

  • Tom R.
    30. November 2014 17:26

    Hallo Frank,

    Du schreibst: !Ich hör es halt. Und ich traue meinen Ohren, da ich sozusagen Hörprofi bin, wie andere Technikprofis sind. In der Regel antworten die Technikprofis dann damit, dass ich (oder die “Audiophilen”) mir das einbilde, weil ich mich von äußeren Bedingungen (wertiges Aussehen etc. ) beeinflussen lasse. ..“

    Jetzt meine Gegenfrage: warum schliesst Du denn grundsätzlich die Möglichkeit der Einbildung bei dir aus? Meinst Du nicht, auch bei Audio gibt es nicht sowas ähnliches wie einen Placebo-/Nocebo-Effekt? So wie in der Medizin könnte hier auch nur ein vernüntiger Blindtest Klarheit schaffen.

    Ich habe den starken Verdacht, wenn sich jemand z.B. so ein sa…teures Kabel kauft, liegt der Hersteller erstmal ne Stunde vor Lachen auf dem Rücken. Gerade Kabel kann man doch mit rel. wenig know how ein bissl anhübschen und als audiophil verkaufen. Gerade Ihr Journalisten seid doch sonst so schnell mit dem Cui bono-Prinzip dabei und schimpft auf die bösen profitgierigen Konzerne, aber bei diesen einfachen Zusammenhängen seht Ihr nicht, dass Ihr über den Tisch gezogen werdet?

    Und hierzu: „Ich vermute aber, dass es in puncto Tonübertragung mehr relevante Aspekte gibt, als die Schulphysik, bzw. die Elektrotechnik erfassen kann…“ – vielleicht nicht nur mit der SCHUL-Physik, und auch sicher mit anatomischen und psychoakustischen Dingen, aber ansonsten schon naturwissenschaftlich, sonst wäre ja Zauberei dabei. 🙂

    Gruß Tom

  • Frank Armbruster
    1. Dezember 2014 09:32

    Hallo Tom,

    ganz ehrlich: ich bin diese Diskussionen leid. Ich arbeite täglich mit verschiedenen Kabeln und es kann nicht der geringste Zweifel daran bestehen, dass es enorme Unterschiede gibt.
    Gegenfrage: hast DU denn selber schon welche verglichen? Und falls ja, mit welchem Setup? Ich bevorzuge nämlich den Meinungsaustausch mit Leuten, die sich damit nicht nur theoretisch beschäftigen…

    Gruß

    Frank

  • Tom R.
    1. Dezember 2014 18:56

    Hallo Frank,

    dass Du so antwortest, hab ich mir schon gedacht. Aber irgendwie ist das auch ein Totschlagargument.
    Auch wenn ich zugebe, nicht so ein musikalischen Gehör wie Du zu haben, bleibe ich bei meiner Meinung, dass dieser Kabelglaube wirklich etwas relogiöses hat. Wenn ich Marketingtalent hätte und irgendein Undustriekabel, was auch n bissl dick ist, anhübschen würde, könnte ich Euch das auch verkaufen. Wenn ich auch ein weniger gutes (musikalisches) Gehör habe – das ist keine Frage- , lässt mich aber mein Elektronikstudium zumindestens einschätzen, was in den Köpfen dieser Kabelhersteller vorgeht.
    Kennst Du eigentlich pelmazos blog? Wahrscheinlich.ja…Er ist zwar bissl polemisch manchmal, aber er trifft die Denkweise der Highend-Jünger auf den Kopf.
    Aber ich will Dir ja gar nicht auf den Schlips treten.
    Dein Essay „Über-die-schonheit-in-der-musik“ hat mir übrigens gut gefallen. Bloss schade, dass Du in techn, Dingen nicht auch so kritisch die Hintergründe siehst…;-)

    Gruß Tom

  • Frank Armbruster
    7. Dezember 2014 12:38

    Hallo Tom,

    nein, pelmazo kannte ich bisher nicht. Ich hab mir das angeschaut und bin entsetzt über den Tonfall der Auseinandersetzung, die hier gepflegt wird, die Häme, den Hass, die
    Beleidigungen. Mit dem, was für mich (und viele andere) Audiophilie bedeutet, nämlich Freude am Musikhören, hat das nichts mehr zu tun. Allerdings finde ich es als Phänomen
    interessant, sodass ich demnächst mal einen Artikel darüber verfassen werde.
    A propos, Du hast meine Frage nicht beantwortet: hast Du mal verschiedene Kabel/Netzkabel ausprobiert, und falls ja mit welchem Ergebnis?

    Gruß
    Frank

  • Oli
    15. Mai 2015 17:15

    Hallo Frank,
    Ich lese deine Berichte sehr gerne und habe bei einem Freund ein Kabeltest an einer günstigen Anlage durchgeführt. Anlage ca.2000€ Bereich. Da ich auch immer aufs Geld schaue versuche ich immer gerne aus bevor ich selbst etwas Neues kaufe. Wir haben Kef Q1 Boxen zuerst mit Baumarkt-Kabeln Single-Wiring gehört, danach haben wir sie gegen Bi-Wiring Kabel vom Hifi-Händler getauscht. Preis ca.150€. Auch an dieser günstigen Anlage war der Unterschied sofort hörbar. Der Unterschied war ähnlich wie eine gute CD Aufnahme zu einer weniger guten. Ob sich ein teureres Kabel lohnen würde, kann ich nicht beurteilen, steht für uns aber ausser Frage, da sonst eher neue Lautsprecher fällig wären.
    Ansonsten: Was im High-End Bereich funktioniert, kann im günstigen Bereich ja schonmal ein Versuch wert sein, denke ich. Am Ende muss einfach alles zusammenpassen, auch Kabel, Strom und vor allem Raum, egal welcher Preisbereich.
    Ich wünsche weiter viel Freude beim Musik hören.

    Oli

  • andras rayher
    9. Juli 2015 08:31

    bi denn 63 jahre alt und beschäftige mich seit meinem 10 lebensjahr mit elektronik.
    die kabelfrage ist eindeutig vorhanden. ich möchte es hier einmal kurtz und plastisch
    beschreiben, jede elektronische komponente hat eine sonnenbrille,die das licht auch
    über den sichtbaren bereich beeinflußt. das heißt wieviel physik beeinflußt wird hägt
    von jedem baustein einer hifi anlage ab und dazu gehören auch kabelverbindungen.
    das ideale kabel ist eine utopie aber versuchen die sonnenbrillen weniger einzufärben
    und die anzahl zu reduzieren ist anzustreben. erkentnisse durch probieren sind unerläßlich,da die physikalischen kombinationen zu komplex sind als das man sie aus einem physikbuch heraus auf der stelle erklären könnte. kabel sind filter und man kann
    nicht mit einer einstellung an die naturgrgebenheiten herangehen,daß nicht sein kann
    was nicht sein darf.

  • Ralf Schulze
    21. Oktober 2015 18:44

    Hallo!
    Wenn ich die Leute lese, die immer wieder gebetsartig 1…….2……3……Kabelklang alles Einbildung schreiben, dann erinnert mich das immer wieder an den Test, dass viele Leute Milch und H-Milch nicht unterscheiden können. Vielleicht hilft das ja weiter. Es ist eben so, dass Talente anders gelagert sind, sonst würde es ja auch keinen Stau auf der Autobahn geben.
    Das Kabel klingen, kann jeder auf der nächst größeren Hifi-Messe in Kabel Workshop`s erfahren, wo verschiedene Kabel in einer exakt gleichen Kette und Lautstärke und ohne Zwischengerede verglichen werden. Und immer geht ein Raunen durch den Hörraum, wenn man mal wieder vorgeführt bekommt, was alleine durch Kabeltausch so alles geht. Also 0,01% ist einfach falsch rechergiert. Leute, verlasst eure vier Wände und hört euch das an und wenn ihr in einem Hörraum mit 30 Leuten sitzt und nur einer von denen den Unterschied hören sollte zwischen einer Beilegstrippe und einem Silent Wire 32,38,50AG…..usw., dann lasse ich mich auf einen Marktplatz eurer Wahl öffentlich teeren und federn. Viel spielt der Elektrosmog in den Klang hinein….nur so als Beispiel. Und dieser wird mit verschiedenen Materialien entweder beseitigt oder überlagert, je nach Philosophie der Anbieter.

  • Frank Armbruster
    21. Oktober 2015 19:31

    Ich bin leider ratlos was diese Zeilen bedeuten soll…

  • Felix Dürr
    15. Juni 2017 12:24

    Hallo Frank,

    ich sage jetzt mal Du, weil das alle anderen auch machen….
    Die Begeisterung für die Jormakabel kann ich nur voll und ganz teilen. Ich habe
    in meiner persönlichen Hifigeschichte auch schon diverses an Kabelage ausprobiert (und viel Lehrgeld bezahlt), am Ende blieb ich bei Kabeln von Kubala Sosna hängen, die in meiner Anlage (Magnepan/Devialet/Esoteric) von allen den besten Eindruck gemacht hatten. Allerdings dachte ich immer, dass gerade im Hochton noch ein Quäntchen mehr an Auflösung und Information möglich sein müsste, ohne dass alles zu sehr ins Scharfe kippt. Und tatsächlich hat das Jorma Unity genau das gebracht! Das Klangbild ist nach wie vor wunderbar rund und mit vielen Farben ausgestattet, aber ich höre jetzt viel mehr Informationen – ich wusste zum Teil gar nicht, was auf den CDs alles drauf ist!
    Das hätte ich nicht gedacht, muss ich zugeben. Danke für den Tipp….

  • Wolfgang Zöllner
    30. August 2017 09:44

    Hallo Frank,

    was ist das ätzend, die Diskussion mit einem Antikabelklang-Ideologen lesen zu müssen. Diese Leute sind durch nichts zu überzeugen. Sie reden lieber 3 Stunden lang über die Unmöglichkeit verschiedener Kabelklänge als einmal einen 15 Minuten dauernden eigenen Versuch zu machen. Stets werden ein paar formelbasierte „Beweise“ angeführt, wesentliche dabei aber schlicht mangels Wissen und Erfahrung nicht aufgeführt. Schon mal was von materialspezifischer frequenzabhängiger Resonanz gehört ? Nö … usw. usf.
    Mit diesen unbelehrbaren Abstreitern diskutieren? Nö und nochmals nö.

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