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Furutech Disc Demagnetizer RD-2

Furutech RD-2

Furutech RD-2

Eigentlich war er schon verkauft, und das kam so: Ich hatte den Furutech RD-2 günstig gebraucht erworben und dann einen Versuch mit dem schon beim AHP-Klangtuch bewährten Blindtestverfahren unternommen: 2 identische SACDs („Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd) markiert, eine davon in den Furutech und dann beide gemischt, sodass ich nicht mehr wusste, welche ich nun in der Hand hatte. Davor hatte ich beide CDs auch mit dem Klangtuch behandelt, um auszuschließen, dass es sich um ähnliche Effekte handelt. Dann die CDs abwechselnd in den Player – doch auch nach mehrfachem Austauschen der CDs hörte ich keinerlei Unterschiede. OK, dachte ich, auch gut. Schließlich ist das Prozedere mit Einlegen und 30 Sekunden warten ein wenig lästig, und überhaupt, was soll schon groß magnetisch sein bei CDs? Ja, und dann stellte ich ihn in den Audiomarkt, wo sich alsbald die ersten Interessenten meldeten – die offenbar alle überzeugt davon waren. Also wagte ich, nachdem ich einem potentiellen Käufer eigentlich schon zugesagt hatte, noch einen zweiten Versuch mit einer anderen CD, dem Wohltemperierten Clavier von Bach in einer ECM-Aufnahme mit Andras Schiff – die besitze ich nämlich zufälligerweise auch zweimal. Und siehe, bzw. höre da: es gab einen deutlichen, sofort verifierbaren Unterschied nach der Behandlung im Furutech (natürlich hatte ich beide CDs zuvor unbehandelt verglichen und keinen Unterschied bemerkt). Die behandelte, die ich zuverlässig heraushören konnte, klang offener und präsenter, vor allem im Grundtonbereich, ingesamt hatte der Flügel etwas mehr Körper und Substanz. Es scheint nicht mit allen CDs zu funktionieren – aber mit einigen eben schon.

Fazit: Den Furutech Demagnetizer kann man durchaus mal ausprobieren. Gebraucht bekommt man ihn ab etwa 190 Euro, neu kostet der Nachfolger des RD-2, der Acoustic Revive RD-3, um die 500 Euro.

Wichtig: Da ich seit Ende 2013, mein eigenes Wohnraumstudio concert audio betreibe und damit eine Vermischung von privaten mit geschäftlichen Interessen nicht auszuschließen ist, habe ich mich daher entschlossen, diesen privaten Audiophilie-Blog ab 2014 auf allgemeine Themen zu beschränken, d.h. es gibt von mir keine weiteren Beiträge über Produkte mehr  – diese stehen ab jetzt auf meinem Blog auf concert audio.
Kommentare von Lesern können natürlich weiterhin gepostet werden.

3 Kommentare vorhanden

  • Rolf S.
    30. September 2013 15:13

    Den wollte ich auch haben vor einigen Jahren.
    Meine Frau wollte ihn mir zu Weihnachten schenken und ging, da wir damals in der Nähe wohnten, zu Phonosophie.
    Dort verkaufte ihr Ingo Hansen den „Zauberstab“, den Audio Animator.
    Man fährt über die CD und der oben beschriebene Effekt tritt ein.
    Ebenso, wenn man Player, Verstärker, Lautsprecher, Kabel damit „behandelt“.

    Erschreckend: JEDER hat den Unterschied gehört, ob Audiophiler oder zufälliger Hörer.

    Der war damals schon teuer, ich glaube € 270, geht aber nie kaputt und wird einfach im Kühlschrank (!) wieder „aufgeladen“.

    Ich hasse Voodoo und speziell Kabel zum Kleinwagenpreis. Mittlerweile hat sich Ingo Hansen zum Guru entwickelt, den man nicht mehr aushalten kann und verlangt für sein € 120 NF-Kabel € 1.000, wenn ein Mäntelchen aus den Animator Kristallen drumherum ist. Bekloppt !!!! Aber der Animator funktioniert wirklich …

  • Thadeus
    27. Februar 2014 16:26

    Ingo Hansen ist ein Phänomen.
    Vor ca. acht Jahren durfte ich ihn mal in einem HiFi Geschäft als zufällig anwesender Kunde mit beiwohnen.
    Er hatte diverse Zusatzgeräte mitgebracht und ausprobiert. Er wollte den dortigen Händler überzeugen, dass diverse Dinge einen enorm (hörbaren) Fortschritt mit sich bringen. Er steigerte sich in seine Sache gestikulierte immer mehr und fing zum Schluss an zu tanzen, weil die Musik mit seinen Zusatztools angeblich immer besser wurde.
    Leider empfand nur Herr Hansen dies so. Nach der Vorstellung schauten sich die anwesenden Händler nur gegenseitig kopfschüttelnd an. Der Händler nahm die Produkte nicht in sein Programm auf.
    Dies soll hier kein Bashing sein, nur als wertfreier Kommentar hinzugefügt.
    Der HiFi Bereich trägt in der Tat manch seltene Stilblüte.

  • Rafael Przybyla
    18. August 2016 11:56

    Ja, die s.g. Aktivatortechnik hat einen enormen Einfluss auf den Klang. Unbestritten! Meine Langzeiterfahrung mit den Artikeln fällt jedoch negativ aus. Es klingt deutlich dynamischer, um es mit den Worten von Herrn Hansen zu beschreiben „livehaftiger“, der Musikfluss geht jedoch m.E. ein ganzes Stück verloren. Der Klang ist insgesamt glasiger, nerviger, der Bas flacher und weniger federnd. Die Klangveränderung mit den Teilen (Stäbe, Chips oder Plugs) ist groß, geht leider meiner Meinung nach teilweise in die falsche Richtung…

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