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Feb

Klingender Strom

GigaWatt_LC-2(MK2)

Kann Strom klingen?

Noch vor einigen Jahren erschien es vielen zweifelhaft, dass Signalkabel einen Einfluss auf den Klang haben können. Mittlerweile ist das common sense, ständig drängen neue Hersteller von Kabeln auf den ohnehin schon unübersichtlichen Markt. Dass die Stromversorgung klanglich irgendetwas bewirken sollen, erschien mir selber früher doch sehr unwahrscheinlich. Wie soll das denn auch gehen? Da läuft der Strom ein paar hundert Meter durch irgendwelche Standardinstallationen, und ausgerechnet der letzte Meter zwischen Steckdose und Gerätebuchse soll da irgendwas reißen?

Erster Schritt: Stromaufbereitung

Nun, ich musst auch in dieser Hinsicht dazulernen. Ein nicht von der Hand zu weisender Gedanke in diesem Zusammenhang scheint mir, dass letzlich auch das Musiksignal aus dem Hausstrom generiert wird – und der ist bekanntermaßen alles andere als sauber. Industrie, Verbaucher, Computer, Lampen – alles streut seine Störungen ins Netz ein. Der erste Schritt (während meiner Accuphase-Ära) bestand bei mir also darin, mir einen – logisch – Accuphase PS-500 als Stromaufbereiter für meine Quellgeräte zuzulegen. Ich wollte mich auf die Netzkabeldiskussion nicht groß einlassen und dachte, mit dem auf dem Gebrauchtmarkt günstig erworbenen Gerät alle Stromprobleme gelöst zu haben. Den verunreinigten Hausstrom verwandelte der PS-500 (später ein  PS-500V) in reinen Sinus, der die empfindlichen Quellgerätenachhaltig  erfreut. Die Wirkung bestätigte der Hörvergleich: nach dem Umstecken der Netzkabel vom PS-500 an die Steckerleiste verliert der Klang deutlich an Auflösung und Feinheit. So weit, so gut.

Accuphase PS-500V

Nun konnte ich meine monströsen M-2000  Monoblöcke aufgrund der eingeschränkten Leistung des PS-500V da nicht anschließen, sodass diese einige Zeit an zwei günstigen Vovox-Kabeln direkt an der Netzleiste hingen.

Netzkabel

Auf Rat eines britischen Händlers, über den ich die Monos erwarb, probierte ich dann doch mal die Netzkabel LC-2 der polnischen Firma Gigawatt. Ehrlich: ich war entschlossen, die Dinger anzuschließen und dann mit einem „Hab´s ja gleich gewusst, dass das nichts ausmachen kann“-Gefühl des Bestätigtseins wieder zurückzuschicken. War aber nicht so. Es gab einen mehr als deutlichen Unterschied, den ich partout nicht erwartet hatte und der sich auch mit mehrmaligem Umstecken immer wieder verifizieren ließ. Ich würde es so ausdrücken: der Klang war einfach sauberer. Hörbar vor allem bei Stimmen, die plötzlich weniger belegt erschienen, aber auch Instrumente waren fester umrissen, insgesamt war eine leichte Körnigkeit im Klang einfach wegpoliert. Hören kann das, würde ich behaupten, jeder. So ein Gigawatt-Kabel kostet an die 500 Euro, was in der Tat ein Batzen ist. Andererseits kann man für eine entsprechende Klangverbesserung auf der Geräteseite leicht viel mehr ausgeben.

Netzleisten

Danach war ich etwas irritiert, und so war der nächste Schritt der Austausch meiner Netzleiste. Die war keine Baumarktleiste, ich hatte das augenscheinlich solide gemachte Teil vor einigen Jahren bei einem Hifi-Versender günstig erworben. Da mir die Firma Vovox sympathisch ist und deren Produkte auch in der (gegenüber Voodoo grundsätzlich extrem kritisch eingestelllten) Studiozene weite Verbreitung haben, bestellte ich mir eine Vovox Textura Netzleiste samt Kabel. Auch da hatte ich eigentlich keine Erwartungen, ich hatte auch mit dem Händler ein Rückgaberecht vereinbart, aber auch hier war die Verbesserung sofort hörbar: der Klang war, ja, schneller, dynamischer, konturierter.

Soweit der Stand bis zum Anfang Februar des Jahres 2013. Nachdem ich über die Wichtigkeit der Stromversorgung immer wieder von kompetenter Seite gehört und gelesen hatte, wollte ich dann aber das Thema Netzleiste einer genaueren Prüfung unterziehen und in diesem Zusammenhang auch nochmal die Verbindungen zwischen Stromaufbereiter und Quellgeräten checken. Zu diesem Zweck probierte ich zwei Netzleisten der Firma  Gigawatt, die PF-1 und die PF-2 zum Test, dazu drei Netzkabel LC-1. Diese haben einen etwas dünneren Querschnitt als die sehr massiven LC-2, die ich für die Endstufen verwende. Für die Quellgeräte sollten sie aber allemal ausreichen.

Was dann passierte, überstieg meine Vorstellungen.

Denn schon der Anschluss der PF-1 Leiste (und eines LC-2 als Netzzuleitung) ließ meine Anlage aufspielen, wie ich sie noch nicht gehört hatte, ja, ich hatte noch nicht einmal eine Vorstellung davon, dass dieses Potential in ihr steckt. Als hätte man gleich mehrere Filter aufgedreht, nahmen Dynamik und Größe der Darstellung dramatisch zu. Ein Quervergleich mit meiner Vovox Leiste bestätigte den Befund: dieses doch recht renommierte Teil hatte der Musik offenbar regelrecht den Hals zugeschnürt. Ja, selbst wenn ich nur das LC-2 Netzkabel der PF-1 gegen das Vovox Textura tauschte, fiel der Klang regelrecht zusammen. (Als Musik hörte ich übrigens  CDs aus der sensationellen Living Stereo-Reihe, die es seit einiger Zeit gesammelt für einen unfassbar niedrigen Preis gibt: 60 CDs für gut 70 Euro, darunter legendäre Aufnahmen der 50er und 60er Jahre in allerbester Qualität, die klanglich vieles aus der Digitalära toppen. Aber das nur nebenbei…)  Dazu kommt, dass die Gigawatt PF-1 preislich auf dem Niveau der Vovox Textura Leiste liegt, beide kosten ohne Netzzuleitung um die 400 Euro. Aber der klangliche Unterschied ist beträchtlich.

GigaWatt_PF1

Gigawatt PF-1

Die Vovox Leiste war also aus dem Rennen, aber nun war ich gespannt, ob die deutlich teurere PF-2 noch eine Schippe würde drauflegen können. Vorher aber wechselte ich noch die Kabel zwischen Accuphase PS-500V und Vorstufe, bzw. CD-Player. Die waren bisher mit 2 Kimber PK-10 verbunden, die ich mal günstig erworben hatte. Und auch hier war der Klanggewinn deutlich: nicht so eklatant wie bei der Netzleiste, aber Stabilität und Dynamik legten auf jeden Fall zu, beim Gegencheck mit den Kimber Kabeln klang es vergleichsweise verwaschen. Ein ähnliches Bild ergab sich beim Wechsel des Zuleitungskabels zum PS-500V. Zuvor hing hier ein billiges Vovox Initio  (was soll das an dieser Stelle schon ausmachen, dachte ich immer, der Stromaufbereiter macht doch erst den Strom) aber auch war sofort zu hören.

Dann schloss ich also die PF-2 an, die eine aufwendigere Filterung besitzt und über noch massivere Stromschienen verfügt als das kleinere Modell. Der Unterschied war subtiler. Ich hörte mit beiden Leisten abwechselnd verschiedene CDs und SACDs, und nach einigen Hörstunden, bei einer Aufnahme mit der Jazzsängerin Ida Sand, bekam ich die Sache dann auf den Punkt. Mit der PF-2 klang ihre Stimme definierter, klarer umrissen, auch schien mir die PF-2 komplexe Musikpassagen besser aufzulösen. Eine Empfehlung sind beide Netzleisten aber auf jeden Fall.

Gigawatt PF-2

Gigawatt PF-2

Ich war nach dieser Erfahrung gleichermaßen beglückt und schockiert. Beglückt über den Zugewinn an klanglichem Realismus, der sich mit dem Wechsel von Komponenten, wenn überhaupt, nur unter Einsatz von irrsinnigen Summen erreichen ließe. Schockiert darüber, welchen Einfluss die Stromversorgung auf das klangliche Resultat hat. Ich kann nur jedem Audiophilen raten, sich damit eingehend auseinanderzusetzen. Wer meint, Defizite bei seiner Anlage zu haben, sollte damit anfangen und nicht gleich einen neuen Verstärker oder neue Boxen kaufen. Möglicherweise liegt da nicht das Problem. Natürlich darf man die anderen Kabel auch nicht vergessen.

Ich habe dann lange keinen Stromaufbereiter, bzw. „Power conditioner“ mehr verwendet. Das lag daran, dass der Accuphase PS-500 in meiner aktuellen Konstellation mit New Audio Frontiers, bzw. der TIDAL-Vorstufe eindeutig verfizierbare Dynamikeinbußen mit sich brachte. Stattdessen habe ich weitere deutliche Verbesserungen mit dem Upgrade der Gigawatt-Netzkabel erreichen können. Dabei ist vor allem das neue Modell LC-3 zu erwähnen (990.-), an dem nun die NAF-Monoblöcke hängen, das nochmal eine erhebliche Steigerung zum schon sehr guten LC-2 bedeutet.

GigaWatt PC-3-SE

GigaWatt PC-3-SE

Irgendwann war es dann soweit, dass ich mir den Gigawatt Power conditioner PC-3 SE zum Testen holte – und wieder hatte ich eine dramatische Steigerung zur PF-2 eigentlich nicht erwartet. Aber leider (wenn man an den Geldbeutel denkt) brachte auch dieser Schritt wieder einen mehr als deutlichen Fortschritt in Richtung Definition: das Klangbild gewinnt nochmal deutlich an Ruhe, der Hintergrund ist „schwärzer“, die Musik fließt einfach selbstverständlicher – gar nicht einfach, das in Worten auszudrücken. Und da die Power conditioner von Gigawatt im Gegensatz zu den meisten anderen passive Konzepte sind, behindern sie auch den Stromfluss nicht. Es gibt also keine Dynamikverluste.
Ja, und an der PC-3SE hängt jetzt sogar das teure LS-1 Referenznetzkabel von Gigawatt, das auch das LC-3 hier nochmal deutlich in die Schranken weist. Damit ist das Thema Stromversorgung jetzt erst mal erledigt. Hoffentlich…;-)

Was sonst noch machbar ist

Vor der Fertigstellung unseres Hauses habe ich vom Elektriker noch einige Sachen einbauen lassen. Im Sicherungskasten sitzt ein Klangmodul der Firma AHP, die Anlage verfügt über einen separaten Stromkreis, die Netzleiste ist mit einer Furutech-Dose ans Stromnetz angeschlossen. Das kostet alles nicht viel, zu hören ist es aber deutlich: ich habe mal probehalber die Netzleiste an eine andere Dose angeschlossen, mit gleicher Phasenlage natürlich, und der Klangunterschied ist genauso zu beschreiben wie beim Tausch der Netzleiste: als hätte man eine angezogene Handbremse gelöst, floss die Musik einfach leichter, dynamischer, mit präsenterem Bass. Was den Unterschied jetzt wirklich ausmacht – Klangmodul? Stromkreis? Steckdose? ist schwer festzumachen, alles zusammen bewirkt auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung – und das für vergleichsweise wenig Geld.

Wichtig: Da ich seit Ende 2013, mein eigenes Wohnraumstudio concert audio betreibe und damit eine Vermischung von privaten mit geschäftlichen Interessen nicht auszuschließen ist, habe ich mich daher entschlossen, diesen privaten Audiophilie-Blog ab 2014 auf allgemeine Themen zu beschränken, d.h. es gibt von mir keine weiteren Beiträge über Produkte mehr  – diese stehen ab jetzt auf meinem Blog auf concert audio.
Kommentare von Lesern können natürlich weiterhin gepostet werden.

 

11 Kommentare vorhanden

  • Harald
    23. August 2012 08:21

    Hallo Frank,

    ich war immer sehr skeptisch, was das Thema Klangverbesserung durch Tausch des Netzkabels anbelangt. Ich hatte schon eine ordentliche Netzleiste (von MFE) und auch eine AHP-Sicherung im Sicherungskasten, allerdings hauptsächlich aus dem Grund, daß bei Einschalten meines Velodyne-Subwoofers immer der Sicherungsautomat ausgelöst hatte.

    Inspiriert durch Deine Netzkabel-Erfahrung habe ich nun auch ein neues Netzkabel gekauft. Meine (Haupt-)Komponenten sind Accuphase E-250, CD-Player: Ayon CD-1, Netzwerkplayer NAD C-446 (angeschlossen an die DAC 20 des Accuphase), Lautsprecher: Vroemen La Nobila superiore. Die Geräte harmonieren meiner Meinung nach sehr schön miteinander. Da die ganze Anlage aber doch etliche Level unter Deiner angesiedelt ist, wollte ich nicht gleich 400.- EUR für ein Gigawatt-Kabel ausgeben. Nach einiger Internet-Recherche bin ich dann bei Kalle Miltzow gelandet.

    Ich habe meine ca. 4-5 CDs, die ich immer wieder verwende, um beim Vergleichshören Klangunterschiede zu ermitteln. Zwar habe ich nicht unter Doppel-Blindtest-Bedingungen mit Pegelabgleich etc. gehört, bin mir aber sehr sicher, daß die Kabel eine deutliche Verbesserung gebracht haben. Die Höhen sind klarer und natürlicher. Die Auflösung ist etwas besser. Auch die Räumlichkeit hat sich leicht verbessert. Vor allem aber ist der Tiefbass etwas kräftiger, wie auch stabiler.

    Vielen Dank für Deinen anregenden Blog. Die Tuning-Rubrik finde ich auch schön. Deine Erfahrungen, sowohl bzgl. Tuch, als auch mit Abschlußsteckern kann ich genau so bestätigen.

    Gruß,
    Harald

  • Frank Armbruster
    23. August 2012 09:19

    Hallo Harald

    danke für deinen Kommentar. Wenn Du Tipps hast, was Klangtuning anbelangt, lass es mich wissen.

    Viele Grüße
    Frank

  • Harald
    24. August 2012 09:38

    Womit ich noch dienen kann, sind Erfahrungen mit Unterstellfüßen, Zobelgliedern und Feinsicherungen.

    Füße:

    Unter meinen Lautsprechern habe ich M-Pucks von Millennium. Der Puck besteht aus zwei Edelstahlscheiben mit einer Edelstahlkugel dazwischen. Meine Lautsprecher haben ein sehr massives Schiefergehäuse, das praktisch keine Resonanzen an den Boden abgibt. Daher erwartete ich durch die Pucks keine Veränderung. Trotzdem wurde der Bass durch die Pucks etwas schlanker, was in meinem Sinne war und die Basspräzision wurde verbessert.

    Dagegen konnte ich durch die in den Zeitschriften hochgelobten netpoints 100 von SSC keine Veränderung feststellen. Diese Pucks habe ich unter meinem CD-Player (dort sollen diese laut Testberichten in den einschlägigen Zeitschriften dramatische Verbesserungen bewirken) sowie unter dem Verstärker. Fazit: bringt nichts.

    Zobelglieder (SP-Enacom):

    Diese Teile sollen ja angeblich auf das Lautsprecherkabel wirken. Allerdings brachten diese an meinen Vroemen-Lautsprechern – kabelunabhängig – jeweils eine Klangverschlechterung dahingehend, daß sich das Klangbild verengte und die Dynamik eingeschränkt wurde. An meinen vorigen Lautsprechern (Piega) war hingegen keinerlei Veränderung, ob mit oder ohne Enacom, zu hören.

    Feinsicherungen (Padis):

    Diese brachten bei meinem vorigen Verstärker (Pathos Logos) tatsächlich eine deutlich vernehmbar feinere Höhenauflösung. Allerdings sind mir wiederholt beim Einschalten des Verstärkers Sicherungen durchgeknallt. Dieses Experiment werde ich bei meinem Accuphase (derzeit noch) nicht durchführen, zumal ich noch Garantie auf das Gerät habe.

    Schöne Grüße
    Harald

  • André
    6. November 2012 22:19

    Hallo Frank,

    „lass hören, wenn´s was neues gibt,“ und jetzt gibt es etwas neues/altes. Nur ein Zufall führte dazu, dass ich einen PIA PS 500V in exzellentem Zustand erwerben konnte. Da ich weiß, woher das Gerät kommt und wer es in seiner Kette betrieben hat, habe ich es gleich mitgenommen, angeschlossen und anschließend bei mir zu Hause bis morgens um halb vier Musik gehört. Das hätte ich nicht gedacht, dass so ein „Ding“ einen derartigen Einfluß auf die Musikwiedergabe hat.

    Dagegen waren meine Tests mit Herrn Brämer (Schnerzinger) nicht annähernd so eindrucksvoll und das Ensemble von zwei Netzkabeln hätte fast das Doppelte gekostet wie der Accuphase Power-Cleaner. Wir haben 3,5 Stunden gehört, gewechselt und wieder gehört. Insofern kann ich die Topstatements über die „Strom-, RCA-,XLR-Verbindungen“ nicht bestätigen. Es war alles angeschlossen, sogar der Innovator sowie der Schnerzinger Cleaner. Sicher gut, auch hörbar, aber zu dem Preis für mich nicht geeignet. Bin gespannt, welche Erfahrungen du mit den Produkten machen wirst. Vielleicht begrenzt meine Anlage die Kabel/Produkte,- mag sein. Die Ohren waren es nicht, denn die Wahrnehmung war bei Herrn Brämer und mir nahezu immer identisch. Die geringsten Auswirkungen auf das Klangbild hatten, nach meinem Hörempfinden, wieder mal die RCA und XLR-Verbindungen. Da tun es meine Cardas Crosslink genau so gut und das Ganze zum Schnäppchenpreis! Den größten klanglichen Mehrwert brachte ein Netzkabel von Herrn Brämer (stellt er selbst her) in Verbindung mit einem von Schnerzinger. Absolut nachvollziehbar. Die Bühnenstaffelung war deutlich verbessert.

    Da ich mich für den PS 500V entschieden habe, weil der die Musik und das Klangbild erheblich verbessert hat, bin ich auf der Suche nach bezahlbaren Netzkabeln. Ja,- da sind jetzt (noch) die mitgelieferten Netzkabel angeschlossen! Wie beim PS 500V kann ich mir zunächst nicht vorstellen, dass diese „Anpassung“ ähnlich spektakulär ausfällt. Tellurium Q, Cardas, Vovox, Gigawatt und WSS kämen bei mir in die erste Wahl. Leider sind die Kabel von Jorma Design bei meinem Händler nicht mehr in der für mich notwendigen Länge vorhanden und fallen daher raus. Die hätte ich blind genommen, nach meinen Erfahrungen mit den LS-Verbindern. Diese hat Herr Brämer gleich drangelassen und nicht ausgetauscht (ähnliche Reaktion wie von Herrn Kellner/Audiophil). Ich glaube, dass ich damit einfach einen Glücksgriff gemacht habe. Leider gibt es in Deutschland keinen Vertrieb mehr dafür. Die Marke ist hierzulande leider zu wenig bekannt gewesen und der Vertrieb konnte offenbar davon in Deutschland nicht leben.

    Viele Grüße

    André

  • Stephan
    17. Februar 2013 14:01

    Hallo,

    was darf denn so ein PS 500 V im guten Zustand noch kosten?

    Grüße,
    Stephan

  • Frank Armbruster
    17. Februar 2013 17:38

    Hallo Stephan
    Nicht-PIA Gerät bis 2000.-, PIA bis 2500.-
    Gruß
    Frank

  • Stephan
    17. Februar 2013 18:03

    Hallo Frank,

    vielen Dank!
    Hab gleich noch ne Frage, hält das Teil einem E-530 stand?

    Danke & Gruß,
    Stephan

    P.S.: Tolle Seite btw 😉

  • Frank Armbruster
    18. Februar 2013 11:13

    Hallo Stephan

    grundsätzlich dürfte das kein Problem sein. Nach meinen letzten Strom-Erfahrungen bin ich aber etwas sensibilisiert, was das Thema Stromverbrauch von Endstufen anbelangt. Offenbar ist ein ungehinderter Stromfluss wichtiger als man denkt, Wattzahlen allein sagen da nicht viel aus. Also am besten ausprobieren – nicht dass Du höhere Auflösung mit Dynamikverlust erkaufst…

    Gruß

    Frank

  • Michael
    16. März 2013 12:53

    Hallo Frank, hallo Andre sowie alle Mitleser,

    Nachdem es mir ja im Januar diesen Jahres gelungen ist, eine „wie fabrikneue“, gebrauchte PS500V zu erstehen, möchte ich hier gerne kurz über meine diesbezüglichen Erfahrungen berichten.

    Erstmal war ich nach Auspacken des Gerätes wieder mal begeistert über die Haptik von Accuphase, das Gerät selbst etwa 12 Jahre alt, aber in einem Zustand wie eben erst fabriziert. Hier nochmals ein dickes Dankeschön an Andre…:-)

    Ich war übrigens immer ein grosser Zweifler, was Klangverbesserungen hinsichtlich Stromkabeln oder sonstiger Aufbereiter betrifft. Wie soll es denn möglich sein, hier derartige Verbesserungen zu erzielen, da ich alleine schon von Accuphase immer erwartet habe, dass hier ordentliche Kabel beigepackt werden und alles weitere diesbezüglich (etwas voreilig) als Voodoo-Geschwurbel abgetan habe…

    Wie dem auch sei, die PS500V habe ich mir ohne grosse Hoffnungen auf eine Klangverbesserung zugelegt, vielmehr waren es praktische Gründe (etwas Ordnung in den Kabelsalat) sowie optische. Mein Rack von Finite Elemente (Pagode Signature E14, das gleiche wie das von Frank) wird geziert von einem neuen Linn LP12 Majik auf der obersten Ebene in Kirsche, darunter der DP500, darunter der E308 und auf der untersten Ebene nun also Platz für die PS500V.
    Bei diesem Setup sieht das schon mal klasse aus, wie hört es sich aber an…?

    Ich habe an die PS500V den LP12, den DP500, den E308, den Pioneer VSX-LX70 (AV-Receiver), den Pioneer BDP-LX91 (Bluray), den Humax-Fox Sat-Receiver sowie die PS3 angeschlossen (mit Steckerleisten).
    Ich habe verschiedene Musikstücke vor und nach Umstecken über den PS500V oder Wandsteckdosen gegengehört und war wirklich überrascht, wie sich das Klangbild verbesserte. Es liegt mir nicht, hier hochdramatische Floskeln wie in manchen Hifi-Zeitschriften zu formulieren, man könnte aber sagen, der PS zieht einen Schleier weg und die Musik wirkt höher aufgelöst und wesentlich „klarer“, auch wirkt der Bass sauberer und noch etwas tiefer.
    Den Plasma-TV habe ich nicht angeschlossen (da wäre eine PS 1200 o.ä. notwendig), aber der Bluray-Player oder Sat-Receiver profitieren m.M. nach auch, nämlich durch ein klareres, ruhiges Bild.

    Ich bin wirklich sehr angetan und bereue diese Anschaffung nicht, weitere Experimente mit Netzkabeln werde ich auf alle Fälle durchführen.

    Michael

  • Fred
    18. Juli 2013 14:47

    Auch ich habe an meinem ACCUPHASE E-212 & ACCUPHASE DP-67 durch den Austausch der geräteseitig beigepackten Netzkabel gegen Netzkabel der Fa. GRONEBERG, Typ: Quattro Reference New Generation & der entsprechenden GRONEBERG Netzleiste des gleichen Typs erhebliche & deutliche Klangverbesserungen erfahren!
    Gemessen an den Preisen für Netzkabel & Netzleisten dieses Herstellers stimmt das „Preis-Leistungsverhältnis“ hier optimal & ich verwende diese Produkte nun schon über 10 Jahre…

  • Rolf S.
    30. September 2013 14:58

    Wie ein Vorredner schon sagte: UNBEDINGT VORHER AN DER EIGENEN ANLAGE TESTEN!

    Nach einer Restek Anlage kaufte ich mir aus Preisgründen eine NAD Kombi aus dem damals größten Vollverstärker C370 und dem größeren CD Spieler. Übrigens für den Preis sehr beachtlich, die Geräte. Der Verstärker ist ausgesprochen stark, trotzdem sensibel, löst aber lange nicht so auf wie teurere Geräte und bietet auch nicht deren Räumlichkeit, vor allem im Vergleich mit Röhrengeräten.

    Auf den CD Spieler folgte ein Phonosophie CD2MK2, ein schwer getunter Marantz, der einen enormen Klanggewinn brachte.

    Ebenfalls wurden Phonosophie Toprahmen mit Controlboards eingesetzt, die einen Dynamikgewinn bringen.
    Immer wenn Ingo Hansen so etwas an eigener oder preiswerter Arcam Elektronik vorführt, ist es nachvollziehbar.

    Es klappt aber eben nicht mit jeder Elektronik!

    Hausnetz: AHP Modul mit Sicherung (wenn man die umdreht, ändert sich das Klangbild!!!), dann dickes Stromkabel von Lapp Ölmass, abgeschlossen mit Phonosophie Steckdose, natürlich separater Stromkreis. Netzleiste Phonosophie CU (Kupfer).

    Nächster Tuningschritt war der Austausch des fest eingebauten Netzkabels am C370 gegen ein Phonosophie AG (Silber) und der Tausch der Netzleiste gegen die AG Version.

    KATASTROPHE, schriller Klang, alles klebt hinten an der Wand, null Räumlichkeit.
    Rückbau der Netzleiste auf die alte CU, deutliche Verbesserung, aber leider immer noch wesentlich schlechterer Klang.

    Verstärker verkauft, LUA 4040 Röhrenverstärker gekauft ….

    Zwei Jahre später die Komponenten gegen LUA 6060 MK2 und Appassionato MK3 ausgetauscht.
    (Test mit Accuphase E213 verlief sehr schlecht, einmal Röhre, immer Röhre.)

    Eigentlich wollte ich nur den Verstärker tauschen, aber der Händler hat mir ein Angbot gemacht, das ich nicht ablehnen konnte. Natürlich ist der Player Welten besser als es der Phonosophie war. Viel detaillierter und echter in der Größendarstellung und der Raumaufteilung. Vor allem aber zerrt er nicht überbetont Schallereignisse an den vorderen Bühnenrand wie der Phonosophie. Das fasziniert erst, aber dann merkt man schnell, dass es nicht richtig ist, wenn Eric Clapton unplugged nicht mit seinem Fuß im Takt auf den Boden tippt, sondern wie ein Elefant aufstampft, beispielsweise.

    Vorgenommene Tests:

    Das AG Netzkabel des Phonosophie CD Spielers brachte an den LUA Geräten eine enorme Klangverschlechterung. Grell, viel weniger Raum.
    Die einzeln sehr teure Verschlusskappe für den Digitalausgang des CD Spielers brachte am LUA Spieler gar nichts.

    Tipp:

    Als NF-Kabel verwende ich ein 60 € Kabel von Funk Studiotechnik, das mal ganz ganz klein als Tipp in STEREO stand und „sehr nahe an den Referenzen“ spielt. Das war eigentlich nur für den Audioausgang des Sat-Receivers gekauft und als Notlösung zwischen die neuen Geräte gesetzt. Es ist völlig offen, mehr will ich gar nicht, es ist bis heute im Einsatz. Als LS-Kabel verwende ich NAIM NACA5 (muss angeblich über 3,5 m lang sein, wegen irgendwelcher Werte), das hat seinerzeit pro Meter 12 € (heute 30 €) plus Bananas und Konfektionierung, zusammen € 160, gekostet und wird in den teuersten NAIM Anlagen verwendet. Einwandfrei und viel offener und neutraler als das vorherige Monster-Kabel.

    Speziell das NF-Kabel betreffend, kann ich nur empfehlen, es einfach mal zu bestellen und zu testen. Falsch machen kann man zu dem Preis nichts.

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