Beiträge der Kategorie ‘Hifi-Tuning’

2
Feb

Furutech Disc Demagnetizer RD-2

Furutech RD-2

Furutech RD-2

Eigentlich war er schon verkauft, und das kam so: Ich hatte den Furutech RD-2 günstig gebraucht erworben und dann einen Versuch mit dem schon beim AHP-Klangtuch bewährten Blindtestverfahren unternommen: 2 identische SACDs („Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd) markiert, eine davon in den Furutech und dann beide gemischt, sodass ich nicht mehr wusste, welche ich nun in der Hand hatte. Davor hatte ich beide CDs auch mit dem Klangtuch behandelt, um auszuschließen, dass es sich um ähnliche Effekte handelt. Dann die CDs abwechselnd in den Player – doch auch nach mehrfachem Austauschen der CDs hörte ich keinerlei Unterschiede. OK, dachte ich, auch gut. Schließlich ist das Prozedere mit Einlegen und 30 Sekunden warten ein wenig lästig, und überhaupt, was soll schon groß magnetisch sein bei CDs? Ja, und dann stellte ich ihn in den Audiomarkt, wo sich alsbald die ersten Interessenten meldeten – die offenbar alle überzeugt davon waren. Also wagte ich, nachdem ich einem potentiellen Käufer eigentlich schon zugesagt hatte, noch einen zweiten Versuch mit einer anderen CD, dem Wohltemperierten Clavier von Bach in einer ECM-Aufnahme mit Andras Schiff – die besitze ich nämlich zufälligerweise auch zweimal. Und siehe, bzw. höre da: es gab einen deutlichen, sofort verifierbaren Unterschied nach der Behandlung im Furutech (natürlich hatte ich beide CDs zuvor unbehandelt verglichen und keinen Unterschied bemerkt). Die behandelte, die ich zuverlässig heraushören konnte, klang offener und präsenter, vor allem im Grundtonbereich, ingesamt hatte der Flügel etwas mehr Körper und Substanz. Es scheint nicht mit allen CDs zu funktionieren – aber mit einigen eben schon.

Fazit: Den Furutech Demagnetizer kann man durchaus mal ausprobieren. Gebraucht bekommt man ihn ab etwa 190 Euro, neu kostet der Nachfolger des RD-2, der Acoustic Revive RD-3, um die 500 Euro.

Wichtig: Da ich seit Ende 2013, mein eigenes Wohnraumstudio concert audio betreibe und damit eine Vermischung von privaten mit geschäftlichen Interessen nicht auszuschließen ist, habe ich mich daher entschlossen, diesen privaten Audiophilie-Blog ab 2014 auf allgemeine Themen zu beschränken, d.h. es gibt von mir keine weiteren Beiträge über Produkte mehr  – diese stehen ab jetzt auf meinem Blog auf concert audio.
Kommentare von Lesern können natürlich weiterhin gepostet werden.

5
Jan

Finite Elemente Cerabase

Cerabase

Cerabase

Nachdem ich schon einige Jahre ein Finite Elemente Signature Rack benutze, habe ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, die Spikes versuchsweise durch Cerabase zu ersetzen – allerdings erschien es mir nicht allzu dringlich, dazu sind die Preise für Cerabase sogar auf dem Gebrauchtmarkt hoch. Vor einigen Wochen nun konnte ich einen Satz zu einem vernünftigen Preis ergattern, es hat aber wieder eine Zeit gedauert, bis ich die Dinger nun endlich montiert hatte – was im Übrigen ziemlich einfach geht.
Auch hier muss ich sagen, dass ich eigentlich keine großen Erwartungen hatte, was eine Klangveränderung anbelangt: ähnlich wie bei den Netzkabeln erschien mir das rein technisch gesehen schwer zu erklären. Andere Füße an ein Toprack, das ja selber schon auf größte Resonanzarmut ausgelegt ist – das dürfte nicht allzuviel ausmachen. Umso größer meine Verblüffung! Der Unterschied war sofort zu hören, auch ohne Blindtest (der sich in diesem Fall etwas schwierig gestalten dürfte…). Kurz gesagt: deutlich mehr Dynamik, präsentere Raumabbildung, merklich strafferer, beweglicherer Bass. Das Klangbild erscheint energiereicher, ähnlich dem Effekt beim Austausch der Netzkabel.

Fazit: Eine klare Empfehlung, gerade unter Finite Elemente Racks!

Ich werde nach dieser Erfahrung mal daran gehen, auch die Spikes unter den Endstufenbasen durch die etwas günstigeren Cerapucs zu ersetzen – wer zufällig welche zu verkaufen hat, möge sich melden. Bericht folgt.

21
Aug

Zero Plugs von Black Forest Audio

Zero Plug M

Die sogenannten Zero Plugs der Firma Black Forest Audio gibt es für offene Ausgänge von Hifi-Komponenten (Zero Plug C)  als auch für nicht belegte Steckdosen (Zero Plug M). Sie sollen die hochfrequenten Störungen, die durch diese Buchsen ins Stromnetz, bzw. in die Geräte eindringen können, abhalten und dadurch der Anlage zu einem saubereren Klangbild verhelfen. Was den Aufbau anbelangt, so kann man von außen nicht viel mehr erkennen als einen Kunststoffstopfen, der im Falle der C-Plugs mit einer Metallhülse versehen ist. Nichts deutet darauf hin, dass sich irgendwelche Schaltungen dahinter verstecken könnten. Über den Aufbau schweigt sich auch  die Website von Black Forest Audio aus. Ein Zero Plug kostet um die 25 Euro.

Dass es hochfrequente Störungen gibt und dass diese sich auf den Klang auswirken können, scheint mir hinreichend belegt, insofern war ich auf die Wirkung der Plugs gespannt. Ich habe die Plugs (5 C-Plugs und einen M-Plug) in mehreren Konfigurationen ausprobiert. Ich verschloss damit zunächst die vier offenen Ausgänge meines Accuphase DP-700, da laut Stereo-Testbericht das die deutlichsten Auswirkungen versprechen soll. Den M-Plug steckte ich in den letzten freien Steckplatz meiner Vovox-Netzleiste. Weitere freie Dosen gibt es bei mir nicht, da die Anlage einen eigenen Stromkreis hat.

Aber ganz egal, in welcher Konfiguration – C-Plugs allein, zusammen mit dem M-Plug, M-Plug allein – ich konnte auch nach längerem Hören keinerlei Unterschiede feststellen.

Fazit: In meiner Anlage hatten die Zero Plugs keinen positiven Einfluss.

14
Aug

Wahrheit oder Voodoo?

Das Angebot an (angeblich) klangverbesserndem Hifi-Tuning ist fast unübersehbar geworden. Nun zählen Kabel und Stromversorgung schon lange zum Pflichtprogramm, mit dem sich jeder Audiophile beschäftigen muss. Ob es aber nötig ist, seine CDs mit einer Spezialtinktur abzureiben oder in einen Entmagnetisierer zu legen, ob man seine Fußbodenheizung mittels Aktivatorstab behandeln oder im Raum Diffusoren aufstellen muss, das erscheint mir noch keineswegs hinreichend geklärt.  Testberichte von Fachzeitschriften darf man in diesem Zusammenhangruhig  skeptisch sehen: deren Abhängigkeit von Werbekunden ist evident und dürfte sich auf manches Testurteil auswirken.

Ich werde deshalb in dieser Rubrik regelmäßig Tuning-Zubehör unter die Lupe nehmen. Unvoreingenommen, aber mit einer kritischen Distanz. Soweit es möglich ist, werde ich Hörvergleiche auch unter Blindtestbedingungen durchführen.  Für Tipps in jeder Richtung – positiv oder negativ – bin ich dankbar.

14
Aug

Wisch und weg

Das AHP-Klangtuch

Nein, aus eigenem Antrieb hätte ich es mir nicht gekauft. Ein Mikrofasertuch, mit dem man CDs abwischt, die danach sauberer klingen sollen…haha, wie soll denn das gehen!?
Es war dann bei der Vorführung der neuen Accuphase Endstufen A-200 in Mannheim, als der PIA-Vertreter Winfried Andres vor dem Einlegen die Scheiben mit so einem Tuch abwischte und davon offenbar sehr überzeugt war. Dazu muss ich sagen, dass Andres auf mich keineswegs den Eindruck eines leichtgläubigen Esoterikers machte, ganz im Gegenteil: es ist von einem Hardware-Vertreter ja zu erwarten, dass er die Wirksamkeit von Klangbeeinflussern abseits der Geräteebene von Berufs wegen eher kritisch sieht.
Wie auch immer: da Probieren über Studieren geht, habe ich mir ein AHP-Klangtuch (es gibt auch noch andere Hersteller) bestellt und die (Blind-)probe gemacht. Dazu habe ich mir die Seriennummern zweier identischer SACDs (Dark Side of the Moon von Pink Floyd)  notiert und dann eine davon nach Vorschrift mit dem Tuch behandelt. Danach habe ich beide gemischt, so dass ich nicht mehr wusste, welche ich gerade in der Hand hatte und abwechselnd in den Player (Accuphase DP-700) gesteckt. Bei den ersten beiden Tracks musste ich noch 2-3 Minuten hören, bis ich einen deutlichen Unterschied feststellen konnte, als ich den Versuch dann zum vierten und fünften Mal machte, konnte ich nach wenigen Sekunden die beiden SACDS unterscheiden. Der Unterschied ist tatsächlich ziemlich krass. Auch wenn es sich merkwürdig anhört: das Abreiben der CDs macht den Klang sauberer, vor allem Stimmen kommen definierter, die Auflösung erscheint deutlich verbessert, die Musik klingt entspannter. Der Versuch mit zwei meiner eigenen Duo Favori-CDs brachte dasselbe Resultat.

Fazit: das Klangtuch wirkt. Eine ähnliche Steigerung dürfte es für knapp 30 Euro kaum geben.