Beiträge der Kategorie ‘Tonträger’

4
Apr

Olga Scheps: Melody

 

Bitte nicht stören! Das könnte die Vortragsanweisung an Olga Scheps für diese CD gewesen sein, wenn man mal von dem Schlusskracher, Volodos´ Bearbeitung von Mozarts alla turca Satz aus der A-Dur Klaviersonate KV331 absieht, wo sie ihre Virtuosität wenigstens einmal unter Beweis stellen kann. Ansonsten dominiert hier ein diskretes, pianistische Fortebereiche sorgsam meidendes Klavierspiel, das nicht nur bei Beethovens „Für Elise“ mitunter die Grenze zur Langeweile streift. Weitere Indizien dafür, dass dieses Album wohl eher zum Einsatz als dezente Hintergrundmusik gedacht ist liefert die Programmatik: langsame Stücke von Komponisten wie Chilly Gonzalez, Brahms, Grieg, Bach, Chopin und sogar Ludovico Einaudi folgen hier aufeinander. Der CD-Titel „Melody“ darf dabei als kleinster gemeinsamer Nenner für diesen Stilmix gelten, der wohlmeinend als niederschwelliges Angebot für Klassikneulinge durchgehen könnte.

4
Apr

Asya Fateyeva: Carneval

Ist das jetzt ein Fagott? Oder eine Flöte? Solche Fragen kann sich der aufs klassische Instrumentarium geeichte Hörer beim Hören dieser CD des öfteren stellen, denn die Vielfalt an Klangfarben, die Asya Fateyeva ihren verschiedenen Saxofonen entlockt, ist so irritierend wie berückend. Das Saxofon nimmt ja in der E-Musik eine ähnliche Exotenrolle ein wie die Geige im Jazz, was vor allem mit seiner relativ jungen Geschichte zu tun hat: erst 1840 hat der Belgier Adolphe Sax das Instrument erfunden, das im 20. Jahrhundert im Jazz eine grandiose Karriere gemacht hat. Und wenn das Programm der 28-Jährigen auf den ersten Blick etwas willkürlich zusammengewürfelt anmutet: beim Hören offenbart das Potpourri aus Originalwerken wie Glasunows Saxofonkonzert und opernaffinen Arrangements doch einen inneren roten Faden, der darin besteht, die quasi-vokalen wie stilistischen Qualitäten des Instruments aufs Allerschönste zu demonstrieren.

 

4
Apr

Hommage to José Rolón

Es könnte recht unterhaltsam sein, mal ein Ratespiel mit Musikliebhabern zu machen. Von wem könnte wohl dieses „Träumerei“ betitelte Stück sein, das in seinem Sehnsuchtston die deutsche Romantik so prägnant heraufbeschwört? Und wer hat diese „Valse intime“ geschrieben mit ihrer bezaubernden, französisch anmutenden Fin de siècle-Melancholie? Und erst dieses „Madrigal tapatio“, das klingt wie ein historisierendes Werk eines spanischen Komponisten – von Enrique Granados vielleicht?‘
Die Antwort in allen Fällen lautet: José Rolón. Ein mexikanischer Komponist, der von 1876 bis 1945 gelebt hat und den nicht zu kennen insofern keine Schande ist, als seine Werke bisher nicht einmal verlegt sind und deswegen auch nicht auf Konzertprogrammen auftauchen. Angesichts der Qualität der Werke ist das schade – und so hat sich die in Mexiko geborene und seit 1994 in der Nähe von Freiburg lebende Pianistin Claudia Corona zum Ziel gesetzt, Rolóns relativ schmales, vor allem aus Klaviermusik bestehendes Werk bekannter zu machen. Auch sie hatte noch nie etwas von dem Komponisten gehört, als ihr der mexikanische Dirigent Luis Herrera de la Fuente 2002 eine Partitur von Rolóns Klavierkonzert schenkt. „Nach dem ersten Durchlesen war ich von der Musik verblüfft und beeindruckt“, sagt Claudia Corona. Sie beginnt zu üben und führt das Konzert ein Jahr später in Mexiko auf, mit dem Sinfonieorchester von Guadalajara, das Rolón einst gegründet hatte. Danach ist ihr Interesse an Rolóns Musik erst richtig geweckt, sie beginnt zu recherchieren und macht schließlich in Mexiko Rolóns Enkelinnen ausfindig – zwei betagte Damen, beide über 90 Jahre alt, die ihr den Kontakt zu einem Musikwissenschaftler herstellen, der Autographe und Dokumente des Komponisten besitzt und ihr diese für Abschriften zur Verfügung stellt.
Aus diesem Material ist nun die „Hommage to José Rolón“ entstanden. Ein hochinteressantes CD-Doppelalbum, das man nicht nur mit Freude hören kann, sondern an dem sich auch die Entwicklung von Rolóns kompositorischem Schaffen gut nachzuvollziehen lässt – und das beispielhaft für die sich damals in vielen Ländern etablierenden „Nationalen Schulen“ stehen kann. Orientieren sich Rolóns frühe, mit Titeln wie „Petite Mazurka“, „Arabesque“ oder „Canzonetta“ überschriebenen Klavierstücke noch an spätromantischen Vorbildern wie Schumann, Chopin oder Liszt, bezieht er sich in seinen späteren Werken wie den „Tres danzas indigenas mexicanas“ deutlich auf die Folklore seiner Heimat. Damit trägt er entscheidend zur Entwicklung einer technisch hochstehenden, national geprägten Kunstmusik bei – ähnlich wie in Argentinien, wo Astor Piazzolla den Tango als Kunstform neu definiert, oder in Spanien, wo Manuel de Falla, Enrique Granados und Isaac Albéniz ebenfalls ein völlig neues Idiom erschaffen.All diesen Komponisten gemeinsam ist, dass sie ihre entscheidenden künstlerischen
Impulse in Paris erhielte, dem damaligen Zentrum der europäischen Kunst. Das war auch bei José Rolón nicht anders, der sich gar zweimal zum Studium nach Paris aufmachte: zum ersten Mal im Jahr 1904, als er drei Jahre blieb, um unter anderem bei dem Pianisten Moritz Moszkowski zu studieren. Rolón sah sich damals in erster Linie als Konzertpianist. Nach seiner Rückkehr gründete Rolón in Mexiko eine Musikschule und ein Orchester, doch das Komponieren ließ ihn nicht los. So machte er sich 1927, als 51-Jähriger, erneut auf nach Paris, um bei der berühmten Nadia Boulanger zu studieren. Rolóns Musik wurde danach persönlicher, moderner – wie etwa in den „Dos estudios“ von 1935, hochvirtuose Werke, die Claudia Coronas virtuoses Potential ebenso zeigen wie ihr Temperament.
Und dass sie auch eine exzellente Kammermusikerin ist, beweist sie in Rolóns fast brahmsisch anmutendem Klavierquartett, das sie mit drei befreundeten Musikern eingespielt hat. Selbst Musikkenner würden da – blind gehört – niemals auf einen Mexikaner tippen.

Hommage to José Rolón. Tyxart TXA 18120

8
Jan

Preziosen mit Stil

Vilde Frang zählt sicher zu den interessantesten unter den jungen Geigerinnen. Einige der großen Violinkonzerte und Sonaten hat die 31-jährige Norwegerin bereits formidabel eingespielt, auf ihrer neuen CD „Homage“ nun widmet sie sich den Preziosen des Repertoires – Zugabenstücke, wie sie große Geiger wie Jascha Heifetz oder Fritz Kreisler geliebt haben, von denen auch einige Bearbeitungen auf dieser CD stammen. Dazu zählen Dvoráks „Slawischer Tanz“ op. 46/2, „Sevilla“ von Isaac Albéniz` oder Manuel Ponces zuckersüße „Estrellita“, ergänzt durch virtuose Kabinettstückchen von Wieniawksi oder Bazzini. Bewunderungswürdig, mit welcher Stilsicherheit Vilde Frang jede dieser Petitessen in ihrem Charakter trifft, ohne sie übermäßig mit Bedeutung aufzuladen. Leichtigkeit, Anmut und Farbigkeit zeichnen dabei ihr Spiel vor allem aus, Virtuosität drängt sich nie in den Vordergrund, sondern bleibt Mittel zum Zweck. José Gallardo am Flügel entspricht ihrem einfühlsamen Musizieren ideal. Eine der schönsten Violinplatten der letzten Zeit.

Homage. Vilde Frang, José Gallardo. Warner Classic 0190295805326.

18
Dez

Chopin Evocations mit Daniil Trifonov

Berückende Klangfantasie

Frédéric Chopin gilt als der Klaviermusikkomponist par excellence. Keiner hat die Grenzen des Klaviers derart geistreich ausgelotet, und dass ihn (fast) alle Pianisten lieben liegt mit daran, dass auch kniffligste Passagen nie gegen das Instrument geschrieben sind: Chopins Musik ist immer eminent pianistisch. Daniil Trifonov begibt sich auf seiner neuen CD auf Spurensuche, indem er chopinsche Originalwerke solche anderer Komponisten an die Seite gestellt hat, die sich direkt oder indirekt auf Chopin beziehen. Dazu zählen Griegs flirrende Etüde „Hommage à Chopin“, Tschaikowskys „Un poco di Chopin“, vor allem aber die Variationen des hierzulande wenig bekannten katalanischen Komponisten Federico Mompou über Chopins Prélude No. 7 A-Dur. Welch subtile Facetten Mompou dem schlichten Stück abgewinnt ist dabei ebenso berückend wie Trifonovs Klangfantasie und sein überlegenes Formbewusstsein. Das Spiel des hypersensiblen Russen ist von ungeheurer Leichtigkeit und Delikatesse, wobei er Extreme nicht scheut. In der Introduktion zu Chopins Variationen über „La ci darem la mano“ treibt er die Rubati auf die Spitze, ohne je geschmacklos oder gar sentimental zu werden, in den folgenden Variationen brennt er ein pianistisches Feuerwerk nach dem anderen ab. Nur vordergründig überraschend, dass er in den beiden von Mikhail Pletnev dezent neu orchestrierten und auch dirigierten Klavierkonzerten keine Temporekorde aufstellt: das mögen andere schneller spielen – belebter, sprechender, inspirierter als Trifonov und das Mahler Chamber Orchestra aber nicht.

 

Chopin Evocations 
Daniil Trifonov. Mahler Chamber Orchestra, Ltg. Mikhail Pletnev.
Deutsche Grammophon028947975182. 2 CDs.

15
Okt

Jérémie Rhorer und „Le cercle de l´harmonie“ mit Mozarts Don Giovanni

Ungemütlich

 

Zusammen mit Teodor Currentzis zählt der Franzose Jérémie Rhorer derzeit zu den angesagtesten Mozartdirigenten. Beide sind gleich alt, und beide eint ein historisch informierter Ansatz, der auf Dramatik und klangfarbliche Kontraste setzt und jeden Anflug von Gemütlichkeit zu vermeiden trachtet. Wie Currentzis mit seiner „MusicAeterna“ verfügt auch Rohrer über ein eigenes Ensemble, das sich „Le cercle de l´harmonie“ nennt und exquisit besetzt ist – was auch nötig ist, denn Rohrer legt es in seiner Einspielung des „Don Giovanni“ mit forschen Tempi und blitzsauberer Artikulation merklich darauf an, verbliebenen Staub aus der Partitur zu fegen – wenngleich er dabei nicht ganz so radikal vorgeht wie Currentzis, der Sänger wie Musiker gern mal an ihre Grenzen (und darüber hinaus) treibt.
Keine Überraschung, dass diese Aufnahme ihre Stärken in der dramatischen Zuspitzung hat. Gleich in der Ouvertüre wird der Ton vorgegeben, vermittelt sich mittels kompakter Klanglichkeit und trocken dreinfahrenden Schlägen die Dringlichkeit dieser düstersten aller Mozartopern. Vom Pulsschlag des unter Hochspannung musizierenden Orchesters wird so die Handlung über drei Stunden weiter vorangetrieben, bis zum grandiosen, rückenschauererregenden Finale mit Don Giovannis Höllenfahrt. Das ist in jedem Moment spannend und schlüssig musiziert und dürfte vielen gefallen, selbst wenn die Sängerbesetzung nicht durchweg dem orchestralen Niveau entspricht: vor allem Julie Boulianne (Donna Elvira) passt mit ihrem vibratosatten Sopran nicht so recht zu den anderen wendig-schlanken Stimmen. Aufgenommen wurden die CDs live bei Aufführungen im Pariser Théatre des Champs-Èlysées, einschließlich dem Applaus am Ende der Akte und einzelner Arien – was für den einen Hörer vielleicht das Gefühl verstärkt, live dabeizusein, andere aber ebenso irritieren könnte wie der hörbare Umstand, dass sich die Sänger im Raum umher bewegen.

 

Mozart: Don Giovanni. Le cercle de l´harmonie, Ltg. Jérémie Rhorer. Alpha 379. 3 CDs.

25
Aug

Bernsteins Gesamtaufnahme der Mahlersinfonien

Fest für Vinylliebhaber


„Mahler: His Time Has Come.“ So lautete der Titel eines Essays, den Leonard Bernstein 1967 für das Magazin High Fidelity verfasste – und dass Mahlers Zeit damals gekommen war,
dafür hatte Bernstein selbst gesorgt. Für Bernstein bedeutete Mahlers Werk eine Mission, und die Gesamteinspielung sämtlicher Sinfonien mit dem New Yorker Philharmonic und dem London Symphony Orchestra,
die er Ende der 60er Jahre vorlegte, läutete nicht nur die bis heute ungebrochene Renaissance eines Komponisten ein, dessen Werke nach seinem Tod zunächst kaum mehr aufgeführt wurden.
Mit der etwa zeitgleich zur Praxisreife entwickelten Stereofonie bildet diese Sammlung auch einen Markstein in der Geschichte der Tonwiedergabe.
Dass nicht nur ihr künstlerischer Rang, sondern auch ihre Aufnahmequalität bis heute konkurrenzfähig sind, beweist nun diese audiophile Wiederauflage mit insgesamt 15 LPs in einer Box.
Nicht nur findet man darin die originalen, sehr originell gestalteten Covers, die Sony-Techniker haben auch die originalen Masterbänder von Columbia remastered und die Takes dann auf 180g-Vinyl gepresst.
Das Resultat ist ein Fest für Vinylliebhaber. Abgesehen von dynamischen, der Analogtechnik geschuldeten Limitierungen und einigen aufnahmetechnischen Merkwürdigkeiten – bei den ebenfalls enthaltenen
Kindertotenliedern ist die Harfe akustisch vor den Streichern platziert – besticht die Edition durch eine exzellente Tiefenstaffelung des Orchesters und einen direkten, unmittelbar ansprechenden Klang.
Analogfans dürfte das den mehrfachen Preis der (auch schon sehr guten) CD-Box wert sein.

 

Bernstein conducts Mahler. The Vinyl Edition. Symphonies 1-9, Kindertotenlieder. Sony Classical 15 LPs.

16
Jul

Von Liebe und Schmerz

„Airs de cours“ heißen die Strophenlieder, die ihre Blütezeit im 17. Jahrhundert hatten, wo sie am französischen Hof von Ludwig XIII. und Ludwig XIV. intensiv gepflegt wurden. Begleitet von der Laute, handeln sie meistens von der Liebe, die hier selten glücklich, dafür in ihrer Klage umso beredter ist. Komponisten wie Michel Lambert, Kapellmeister am Hof Ludwigs XIV., aber auch Gabriel Bataille und der berühmte Jean-Baptiste Lully übten sich in dieser feinen Kunst, die im Vergleich zum italienischen Madrigal diskreter und weniger direkt erscheint, was die Darstellung von Affekten anbelangt. Heute sind die höfischen Gesänge weitgehend vergessen, doch damit dies nicht so bleibt, haben die französische Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis und der italienisch-schweizerische Lautenist Luca Pianca einige der schönsten aufgenommen. „Sous l´empire d´ Amour“, („Unter der Herrschaft der Liebe“) ist dabei ein treffender Titel für diese Lieder, die das Duo stilistisch profund und klanglich delikat eingespielt hat. Für Kenner und Liebhaber.

Sous l´empire d´ Amour. Marie-Claude Chappuis (Mezzosopran). Luca Pianca (Laute).

Deutsche Harmonia Mundi 88985452312.

15
Jun

Das Werk von Enrique Granados auf sieben CDs

Zwischen Sentiment und Strenge

Auch Debussy und Ravel liebten das spanische Kolorit, einige ihrer bedeutendsten Werke sind davon inspiriert. Klassische Musik aus Spanien findet gleichwohl nur selten den Weg auf unsere Konzertprogramme, obwohl es mit Isaac Albéniz und Enrique Granados zumindest zwei Komponisten gibt, deren Musik sich qualitativ mit der ihrer mitteleuropäischen Kollegen messen kann. Das liegt vermutlich daran, dass der spezifische Tonfall spanischer Musik schwer zu treffen ist: wer sich mit der nationalen Volksmusik, auf die sich viele Werke dieser Komponisten beziehen, nicht auskennt, tut sich schwer damit. Das merkt man auch an dieser CD-Kompilation mit Werken von Enrique Granados, wo sich auf der letzten der insgesamt sieben CDs berühmte Musiker wie Artur Rubinstein oder Jascha Heifetz an „Andaluza“ versuchen, dem bekanntesten Stück aus den „Danzas Espanolas“ – mit mäßigem Erfolg. Wie es klingen muss, zeigt uns dagegen die große Pianistin Alicia de Larrocha. Auf vier der sieben CDs hat sie praktisch Granados gesamtes Klavierwerk eingespielt, von den „Goyescas“ über die „Danzas Espanolas“ bis zu weniger bekannten Sammlungen wie den „Escenas romanticas“ oder „Bocetos“, dem spanischen Pendant zu Schumanns „Kinderszenen“. Die 2009 verstorbene Pianistin bringt sowohl die technische Kompetenz für die zum Teil hoch virtuosen Stücke mit, vor allem aber besitzt sie das Gespür für das typisch spanische, auf einer Balance zwischen Strenge und Sentiment beruhende Idiom. Auf einer weiteren CD ist die junge Montserrat Caballé mit Granados´Orchesterliedern zu hören.

Enrique Granados. The Collection. RCA/Sony. 88985396972. 7 CDs.

1
Jun

Michael Korstick spielt Ginastera

Es gehört zu den Merkwürdigkeiten unseres Musikbetriebs, dass der 62-jährige Kölner Pianist Michael Korstick trotz erstklassiger, mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Aufnahmen – vor allem die Gesamtaufnahme der Beethovensonaten machte Furore – immer noch ein Geheimtipp ist. Korstick beherrscht das Klavier wie wenig andere und meistert nicht nur das klassische Repertoire, sondern wird auch immer wieder an dessen Rändern fündig – wie auf dieser sensationellen CD mit dem Klavierwerk von Alberto Ginastera. Der 1982 gestorbene Ginastera gilt als Doyen der argentinischen Musik. Weit davon entfernt, ein bloßer Folkloreveredler zu sein, bildet für Ginastera die Volksmusik seines Landes ähnlich wie bei Béla Bartòk nur den Humus für Kompositionen, die sich künstlerisch auf der Höhe ihrer Zeit befinden. Viele dieser Werke, die Einflüsse von Prokofjew, Ravel und Debussy zeigen, sind pianistisch überaus anspruchsvoll – doch Korstick kommt dank überlegener Technik und Gestaltungskraft nirgendwo an seine Grenzen. Preisverdächtig!

Michael Korstick plays Ginastera. cpo 555 069-2.

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