Beiträge der Kategorie ‘Allgemein’

28
Jun

Bewertungsposse beim Audiomarkt

Als ich vor kurzem mein Bewertungsprofil beim audiomarkt aufrief, war ich sehr verwundert. Musste ich doch folgendes lesen:

Am Dokus_0001

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehr merkwürdig. Denn weder hatte ich in den letzten Monaten dort etwas verkauft, und auch auf meine Suchanzeige für einen PS-510 hatte sich kein ernsthafter Anbieter gemeldet. Was war also passiert?

Wie leicht herauszukriegen war, verbarg sich hinter dem Kürzel bmh911 ein Hifi-Händler aus Berlin – als „der Accuphase-Papst“ wird er auf seiner Website bezeichnet – vor dem ich vor einiger Zeit eine Accuphase-Vorstufe gekauft hatte. Der Unfehlbare hatte sie im audiomarkt mit und ohne Phonoteil angeboten, und da ich keinen Plattenspieler besitze, bestellte ich sie ohne. Den fehlenden Abschlussdeckel für die ausgebaute Platine wollte er mir  umgehend nachsenden, eine Aussage, die allerdings nur mündlich geäußert wurde. Nun war der Deckel auch nach 3 Wochen immer noch nicht da, worauf ich nochmal in Berlin nachfragte: Ach, der Deckel, ja, der Herr Fegers von der PIA suche schon danach, ich solle mich noch eine Woche gedulden. Gerne. Geduld ist eine Tugend.
Nach einer Woche aber immer noch kein Deckel. Erneuter Anruf, und nun wurde der Ton plötzlich sehr unfreundlich. Was ich denn habe, moserte er, schließlich würden die Ersatzteile nicht mehr produziert, keine Ahnung, ob er einen auftreiben könne, er könnte mir ja einen „in seiner Motorradwerkstatt basteln“. Zack, aufgelegt.
Nun hatte ich also eine Vorstufe mit einem Loch und offenen, langsam einstaubenden Kontakten, worauf ich als letztes Mittel – was sollte ich machen? – dem unfreundlichen Verkäufer androhte, ich würde den Fall auf meiner Website schildern.
Und siehe da, einige Tage später kam eine Mail mit folgender Betreffzeile:

Info: Schrauben und Deckel sind heute per Post raus.

Geht doch, dachte ich. Was aber nicht kam, waren Deckel und Schrauben. Versandnummer? Gebe es leider nicht. Er habe sie als Brief geschickt.

Nun traue ich der Post einiges zu. Dass aber eine Sendung auf dem Weg von Berlin nach Stuttgart einfach verschollen sein soll – never.

Nach dieser insgesamt sehr unerfreulichen Begebenheit nun verpasste ich dem Herrn im audiomarkt eine negative Bewertung mit dem ausdrücklichen Rat, Abmachungen mit ihm am besten schriftlich zu fixieren. Dafür, so dachte ich, ist so ein Bewertungsportal ja schließlich da.

Nun hätte mir der Unfehlbare ja im Gegenzug ebenfalls eine schlechte Bewertung für die Transaktion geben können: „Unverschämtheit! Verlangt Deckel, die nicht mehr hergestellt werden“ vielleicht, oder „Ruft mehrmals während meiner Arbeitszeit an!“.

Stattdessen aber behauptet er, von MIR etwas gekauft zu haben, bei dem seinerseits „das Zubehör fehlte“. Und nicht nur das. Offenbar beauftragte er auch noch einen Bekannten, ebenfalls ein Bewertungsfake abzugeben: denn wie leicht zu recherchieren war, verbirgt sich hinter dem Verkäuferkürzel phono21, der mir angeblich einen PS-510 angeboten hatte, ein anderes Hifi-Studio aus Berlin, dessen Geschäftsführer sich nicht zu schade war, sich für ein solches Spiel einspannen zu lassen.

Es ist vermutlich nachzuvollziehen, dass ich darüber alles andere als amused war, nicht zuletzt, da ich den vergangenen Jahren niemals irgendwelche Probleme im Zusammenhang mit audiomarkt-Transaktionen hatte. Nachdem ich Herrn Brings vom audiomarkt den Sachverhalt geschildert hatte, löschte er die offensichtlichen Falschbewertungen.

Damit war aber immer noch nicht Schluss.

Denn 2 Tage später fand sich schon wieder eine neue Bewertung auf meinem Profil.

 

Am Dokus_0002

Das war nun schon unfreiwillig komisch, nicht nur wegen des Grammatikfehlers: denn dass mündliche Vereinbarungen nicht eingehalten werden, stimmt ja durchaus! Und weiterempfehlen muss er einen aufsässigen Kunden wie mich ja wirklich nicht.
Auf meinen Einspruch jedenfalls löschte Herr Brings vom audiomarkt auch diesen Eintrag – wie man überhaupt sagen muss, dass dieser sich sehr korrekt verhalten hat, wenngleich ihm diese Posse ja anmuten musste wie ein Kleinkinderstreit.

Das war´s aber immer noch nicht!

Nicht nur, dass ich in der Zwischenzeit feststellte, dass meine negative Bewertung des Händlers gelöscht wurde, sie wurde auch noch durch eine positive ersetzt, und zwar von einem User mit dem folgenden Profilnamen – Achtung, gut festhalten!

Am Dokus_0003

Wow. Das bedeutet, dass der werte Accuphase-Papst hier wohl ein eigenes audiomarkt-Profil mit meinem werten Namen eröffnet hat, um sich selber zu bewerten. Zuviel der Ehre.

War´s das?

Nein. Ehrlich gesagt hatte es mich nicht mehr überrascht, am folgenden Tag dann folgendes zu lesen:

 

Am Dokus_0004

Die Perfidität dieses Eintrags liegt natürlich darin, dass er eine vorsätzliche Indiskretion, nämlich die Nennung meines vollen Namens, hinter einer positiven Bewertung zu verstecken trachtet. Bezogen hatte sich dieser Eintrag auf mein PS-510 Gesuch (!!), weshalb ich den armen Herrn Brings vom audiomarkt nochmals einschalten musste, worauf dieser mein Profil erst einmal für weitere Bewertungen gesperrt hat.

Bei pk4711 handelte es sich übrigens – das hatte ich schon vermutet – um einen ganz neuen Benutzer. Wer sich dahinter verbirgt, und woher dieser meinen Namen kannte, darüber kann man natürlich nur spekulieren.

Auch Unfehlbare machen eben manchmal Fehler.

 

 

 

16
Jun

Bewertungsposse beim Audiomarkt

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11
Feb

Eclat Festival Stuttgart 2013 Abschlusskonzert

Nichts geht über Lachenmann

Gerade setzten die Streicher des Arditti Quartetts zum finalen Unisono in Wolfgang Rihms neuem Streichquintett an, da tüdeldüdelte er herein, wie ein vorlauter Einwurf aus der klassisch-romantischen Gegenwelt: ein Peer-Gynt-Handyklingelton. Als Abschluss des diesjährigen Eclat-Festivals war das eine Pointe, wie sie wohl John Cage gefallen hätte: schwang doch für den Zen-Dialektiker im Yin ebenso immer das Yang mit wie im Zeitgenössischen die Tradition latent präsent ist. Auf diese bezieht sich auch Rihm in seinem Streichquintett „Epilog“: Es beginnt mit jenem C-Dur-Akkord, mit dem Schuberts großes Vorbild endet. In seiner Auftragskomposition für Eclat evoziert Rihm mit schillernden Akkordflächen zunächst eine traumhaft-surreale Atmosphäre. Alsbald aber wird die zarte Textur von jenen Pizzicati zerlöchert, die sich die beiden Cellisten – Jean Guihen Queyras ergänzte das Arditti Quartett als Gast – zuwerfen. Auf dem Höhepunkt expressiver Verdichtung nimmt das Stück den Gestus des Anfangs wieder auf. Ein solide gemachtes Werk und ein standesgemäßer Abschluss für die Ägide Hans-Peter Jahns, der nach 30 Jahren die Leitung des Eclat-Festivals an Björn Gottstein und Christine Fischer abgibt.

Den Höhepunkt des Abschlusstages bildete gleichwohl ein Werk von Rihms kompositorischem Antipoden: Helmut Lachenmann. „Concertini“, 2005 uraufgeführt, kann durchaus als eine Art opus summum des Altmeisters betrachtet werden. Zwei aus dem RSO gebildete, vom kurzfristig eingesprungenden Matthias Herrmann gut koordinierte Ensembles waren dazu auf der Bühne und hinter den Zuhörern im T1 des Theaterhauses platziert – Raumklangmöglichkeiten, die Lachenmann in diesem Werk ebenso konsequent nutzt wie das Klangpotential der Instrumente, das er wahrscheinlich eingehender erforscht hat als jeder andere Komponist. Dabei geht er für die „Concertini“ weit über jene negative Ästhetik hinaus, mit der er einst „affirmative“ Klänge weitgehend ausgeschlossen hat. Streicher dürfen das tun, was ihre Bezeichnung vorgibt, Bläser ebenso, und auch die in „Salut für Caudwell“ noch ausschließlich auf Schaben, Schnarren und Schlagen reduzierte Gitarre darf sich hier in einer nachgerade virtuosen Kadenz austoben. Gefällig sind die Concertini dennoch nicht. Zwar bezieht Lachenmann auch so etwas wie Tonhöhenstrukturen mit ein, von Melos aber ist das weit entfernt. Die Differenziertheit, mit der dieses gewaltige, allenfalls ein wenig zu lange Werk die Übergangszustände zwischen Geräusch und Ton ausleuchtet und dabei immer neue, überraschende Möglichkeiten klanglicher Kombinatorik eröffnet, ist trotzdem überwältigend.

In dem Konzert am Sonntagnachmittag konnte man zuvor ein Panorama zeitgenössischen Komponierens hören: etwas überambitioniert Josep Sanz´ Versuch einer Dekonstruktion des Musters Klavierkonzert, nachhaltig fesselnd dafür Natalia Gaviolas introspektives Duo für Cello und Akkordeon mit Jean-Guihen Queyras und Teodoro Anzellotti als kongenialen Interpreten. Dazu ein etwas altmeisterlich anmutendes Quasi-Cellokonzert von Manuel Hidalgo und – wie eine Insel der Kontemplation inmitten all der Klangwogen – Martin Smolkas Akkordeonstück „Lamento metodico“. Das klang fast wie Arvo Pärt. (StZ)

 

 

 

2
Feb

Furutech Disc Demagnetizer RD-2

Furutech RD-2

Furutech RD-2

Eigentlich war er schon verkauft, und das kam so: Ich hatte den Furutech RD-2 günstig gebraucht erworben und dann einen Versuch mit dem schon beim AHP-Klangtuch bewährten Blindtestverfahren unternommen: 2 identische SACDs („Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd) markiert, eine davon in den Furutech und dann beide gemischt, sodass ich nicht mehr wusste, welche ich nun in der Hand hatte. Davor hatte ich beide CDs auch mit dem Klangtuch behandelt, um auszuschließen, dass es sich um ähnliche Effekte handelt. Dann die CDs abwechselnd in den Player – doch auch nach mehrfachem Austauschen der CDs hörte ich keinerlei Unterschiede. OK, dachte ich, auch gut. Schließlich ist das Prozedere mit Einlegen und 30 Sekunden warten ein wenig lästig, und überhaupt, was soll schon groß magnetisch sein bei CDs? Ja, und dann stellte ich ihn in den Audiomarkt, wo sich alsbald die ersten Interessenten meldeten – die offenbar alle überzeugt davon waren. Also wagte ich, nachdem ich einem potentiellen Käufer eigentlich schon zugesagt hatte, noch einen zweiten Versuch mit einer anderen CD, dem Wohltemperierten Clavier von Bach in einer ECM-Aufnahme mit Andras Schiff – die besitze ich nämlich zufälligerweise auch zweimal. Und siehe, bzw. höre da: es gab einen deutlichen, sofort verifierbaren Unterschied nach der Behandlung im Furutech (natürlich hatte ich beide CDs zuvor unbehandelt verglichen und keinen Unterschied bemerkt). Die behandelte, die ich zuverlässig heraushören konnte, klang offener und präsenter, vor allem im Grundtonbereich, ingesamt hatte der Flügel etwas mehr Körper und Substanz. Es scheint nicht mit allen CDs zu funktionieren – aber mit einigen eben schon.

Fazit: Den Furutech Demagnetizer kann man durchaus mal ausprobieren. Gebraucht bekommt man ihn ab etwa 190 Euro, neu kostet der Nachfolger des RD-2, der Acoustic Revive RD-3, um die 500 Euro.

Wichtig: Da ich seit Ende 2013, mein eigenes Wohnraumstudio concert audio betreibe und damit eine Vermischung von privaten mit geschäftlichen Interessen nicht auszuschließen ist, habe ich mich daher entschlossen, diesen privaten Audiophilie-Blog ab 2014 auf allgemeine Themen zu beschränken, d.h. es gibt von mir keine weiteren Beiträge über Produkte mehr  – diese stehen ab jetzt auf meinem Blog auf concert audio.
Kommentare von Lesern können natürlich weiterhin gepostet werden.

5
Jan

Finite Elemente Cerabase

Cerabase

Cerabase

Nachdem ich schon einige Jahre ein Finite Elemente Signature Rack benutze, habe ich immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt, die Spikes versuchsweise durch Cerabase zu ersetzen – allerdings erschien es mir nicht allzu dringlich, dazu sind die Preise für Cerabase sogar auf dem Gebrauchtmarkt hoch. Vor einigen Wochen nun konnte ich einen Satz zu einem vernünftigen Preis ergattern, es hat aber wieder eine Zeit gedauert, bis ich die Dinger nun endlich montiert hatte – was im Übrigen ziemlich einfach geht.
Auch hier muss ich sagen, dass ich eigentlich keine großen Erwartungen hatte, was eine Klangveränderung anbelangt: ähnlich wie bei den Netzkabeln erschien mir das rein technisch gesehen schwer zu erklären. Andere Füße an ein Toprack, das ja selber schon auf größte Resonanzarmut ausgelegt ist – das dürfte nicht allzuviel ausmachen. Umso größer meine Verblüffung! Der Unterschied war sofort zu hören, auch ohne Blindtest (der sich in diesem Fall etwas schwierig gestalten dürfte…). Kurz gesagt: deutlich mehr Dynamik, präsentere Raumabbildung, merklich strafferer, beweglicherer Bass. Das Klangbild erscheint energiereicher, ähnlich dem Effekt beim Austausch der Netzkabel.

Fazit: Eine klare Empfehlung, gerade unter Finite Elemente Racks!

Ich werde nach dieser Erfahrung mal daran gehen, auch die Spikes unter den Endstufenbasen durch die etwas günstigeren Cerapucs zu ersetzen – wer zufällig welche zu verkaufen hat, möge sich melden. Bericht folgt.

21
Aug

Zero Plugs von Black Forest Audio

Zero Plug M

Die sogenannten Zero Plugs der Firma Black Forest Audio gibt es für offene Ausgänge von Hifi-Komponenten (Zero Plug C)  als auch für nicht belegte Steckdosen (Zero Plug M). Sie sollen die hochfrequenten Störungen, die durch diese Buchsen ins Stromnetz, bzw. in die Geräte eindringen können, abhalten und dadurch der Anlage zu einem saubereren Klangbild verhelfen. Was den Aufbau anbelangt, so kann man von außen nicht viel mehr erkennen als einen Kunststoffstopfen, der im Falle der C-Plugs mit einer Metallhülse versehen ist. Nichts deutet darauf hin, dass sich irgendwelche Schaltungen dahinter verstecken könnten. Über den Aufbau schweigt sich auch  die Website von Black Forest Audio aus. Ein Zero Plug kostet um die 25 Euro.

Dass es hochfrequente Störungen gibt und dass diese sich auf den Klang auswirken können, scheint mir hinreichend belegt, insofern war ich auf die Wirkung der Plugs gespannt. Ich habe die Plugs (5 C-Plugs und einen M-Plug) in mehreren Konfigurationen ausprobiert. Ich verschloss damit zunächst die vier offenen Ausgänge meines Accuphase DP-700, da laut Stereo-Testbericht das die deutlichsten Auswirkungen versprechen soll. Den M-Plug steckte ich in den letzten freien Steckplatz meiner Vovox-Netzleiste. Weitere freie Dosen gibt es bei mir nicht, da die Anlage einen eigenen Stromkreis hat.

Aber ganz egal, in welcher Konfiguration – C-Plugs allein, zusammen mit dem M-Plug, M-Plug allein – ich konnte auch nach längerem Hören keinerlei Unterschiede feststellen.

Fazit: In meiner Anlage hatten die Zero Plugs keinen positiven Einfluss.

14
Aug

Wahrheit oder Voodoo?

Das Angebot an (angeblich) klangverbesserndem Hifi-Tuning ist fast unübersehbar geworden. Nun zählen Kabel und Stromversorgung schon lange zum Pflichtprogramm, mit dem sich jeder Audiophile beschäftigen muss. Ob es aber nötig ist, seine CDs mit einer Spezialtinktur abzureiben oder in einen Entmagnetisierer zu legen, ob man seine Fußbodenheizung mittels Aktivatorstab behandeln oder im Raum Diffusoren aufstellen muss, das erscheint mir noch keineswegs hinreichend geklärt.  Testberichte von Fachzeitschriften darf man in diesem Zusammenhangruhig  skeptisch sehen: deren Abhängigkeit von Werbekunden ist evident und dürfte sich auf manches Testurteil auswirken.

Ich werde deshalb in dieser Rubrik regelmäßig Tuning-Zubehör unter die Lupe nehmen. Unvoreingenommen, aber mit einer kritischen Distanz. Soweit es möglich ist, werde ich Hörvergleiche auch unter Blindtestbedingungen durchführen.  Für Tipps in jeder Richtung – positiv oder negativ – bin ich dankbar.

14
Aug

Wisch und weg

Das AHP-Klangtuch

Nein, aus eigenem Antrieb hätte ich es mir nicht gekauft. Ein Mikrofasertuch, mit dem man CDs abwischt, die danach sauberer klingen sollen…haha, wie soll denn das gehen!?
Es war dann bei der Vorführung der neuen Accuphase Endstufen A-200 in Mannheim, als der PIA-Vertreter Winfried Andres vor dem Einlegen die Scheiben mit so einem Tuch abwischte und davon offenbar sehr überzeugt war. Dazu muss ich sagen, dass Andres auf mich keineswegs den Eindruck eines leichtgläubigen Esoterikers machte, ganz im Gegenteil: es ist von einem Hardware-Vertreter ja zu erwarten, dass er die Wirksamkeit von Klangbeeinflussern abseits der Geräteebene von Berufs wegen eher kritisch sieht.
Wie auch immer: da Probieren über Studieren geht, habe ich mir ein AHP-Klangtuch (es gibt auch noch andere Hersteller) bestellt und die (Blind-)probe gemacht. Dazu habe ich mir die Seriennummern zweier identischer SACDs (Dark Side of the Moon von Pink Floyd)  notiert und dann eine davon nach Vorschrift mit dem Tuch behandelt. Danach habe ich beide gemischt, so dass ich nicht mehr wusste, welche ich gerade in der Hand hatte und abwechselnd in den Player (Accuphase DP-700) gesteckt. Bei den ersten beiden Tracks musste ich noch 2-3 Minuten hören, bis ich einen deutlichen Unterschied feststellen konnte, als ich den Versuch dann zum vierten und fünften Mal machte, konnte ich nach wenigen Sekunden die beiden SACDS unterscheiden. Der Unterschied ist tatsächlich ziemlich krass. Auch wenn es sich merkwürdig anhört: das Abreiben der CDs macht den Klang sauberer, vor allem Stimmen kommen definierter, die Auflösung erscheint deutlich verbessert, die Musik klingt entspannter. Der Versuch mit zwei meiner eigenen Duo Favori-CDs brachte dasselbe Resultat.

Fazit: das Klangtuch wirkt. Eine ähnliche Steigerung dürfte es für knapp 30 Euro kaum geben.

26
Mai

Die Bachakademie Stuttgart hat das Programm des Musikfests 2012 vorgestellt

Klingender Glaube

„Wie klingt, was wir glauben?“ – so umriss der Intendant der Bachakademie, Christian Lorenz, das Programm des diesjährigen Musikfests, das am 26. August mit einem konzertanten Gottesdienst in der Stiftskirche beginnen wird. Nun ist der (christliche) Glaube ein Thema, mit dem sich die Bachakademie schon immer beschäftigt hat – ist doch ein Großteil der von ihr aufgeführten Musik, nicht nur der Bachs, geistlicher Natur. Dennoch erscheint es plausibel, den Glauben gerade vor dem Hintergrund zunehmender Kirchenaustritte einmal eingehender zu beleuchten und zu hinterfragen. Dazu haben die Programmmacher um den Dramaturgen Michael Gassmann insgesamt über 60 Veranstaltungen geplant, von denen allein elf dem zentralen Gesetzeswerk des Christentums gewidmet sind: den zehn Geboten. Die musikalische Annäherung an die wohlbekannten Direktiven erscheint dabei zumindest auf dem Papier ausgesprochen vielseitig und originell – ja, mitunter sogar selbstironisch: dazu zählt vor allem das Konzert des Landespolizeiorchesters zum siebten Gebot „Du sollst nicht stehlen“. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt bildet „Verfolgter Glaube“: Victor Ullmanns Oper „Der Kaiser von Atlantis“ wird in diesem Kontext aufgeführt, jenes Werk, das der Komponist im KZ Theresienstadt geschrieben hat.

Darum gruppieren sich wichtige spirituelle Einzelwerke wie Mendelsohns Oratorium „Paulus“ (mit Helmuth Rilling) oder Mahlers vierte Sinfonie (mit dem RS O Stuttgart). Bei der Auswahl der Spielstätten setzt die Bachakademie weiterhin auf Vielfalt: man wolle „hinein in die Stadt“, so Lorenz. So gibt es u.a. Konzerte im Kunstmuseum, im Renitenztheater und der Staatsgalerie, der „Stuttgarter Kapellenweg“ führt gar entlang des Neckars zu fünf wichtigen Kapellen, die von einem Kunsthistoriker vorgestellt und von einem Orgel/Vibraphon-Duo bespielt werden. Daneben gibt es, thematisch mehr oder weniger stark angebunden, diverse Orchester-, Kammermusik- und Solistenkonzerte, dazu kommen Lesungen und Gesprächskonzerte. Sogar Ute Lemper gibt sich die Ehre. Sie widmet sich im Theaterhaus allerdings einer Kehrseite des Glaubens: der Sünde. (StZ)

www.musikfest.de

13
Nov

Warum wir den Griechen Milliarden zahlen

Die bisher schlagendste Antwort auf diese Frage lieferte Michael Mittermeier.  Die Lösung ist der Ouzo, den man beim Griechen immer nach dem Essen bekommt. Anders als wir immer gedacht haben, war der nie umsonst!

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